Barbara Weigand
 Schippacher Jungfrau und Seherin
           St. Antonius-Kirche wo Barbara Weigand fast immer die Tabernakel-Ehrenwache abhielt.
  

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Ausgewählte Texte zu
Engel – Boten Gottes und Helfer der Menschen
aus den Offenbarungen an Barbara Weigand

 

5 Bei einer Priesterweihe 1895       5

Jesus: „Was meinst du, soll Ich dir auch noch die Versuchungen wegnehmen? Nein, das tue Ich nicht, denn dadurch nur unterscheiden sich die Menschen von den Engeln.“

 

19 Vigil von Allerheiligen 1895       19

Jesus: „Als Ich die Welt erschuf, waren schon die Engel erschaffen; sie wurden Mir untreu, und Ich mußte sie verderben, denn sie waren ja reinere Geister als alle übrigen Geschöpfe, die Meine Hand erschuf. Als Ich aber den Menschen erschuf, da lag es in Meiner Absicht, Meine Freude zu vervielfältigen, denn jeder Mensch trägt an sich Mein Ebenbild.“

 

20 Fest Allerheiligen 1895       20

Maria: „Auch Ich war ein Geschöpf von Seiner Hand gebildet, und daß Ich ohne Makel der Erbsünde geboren wurde, war nicht Mein Verdienst, sondern ein freiwilliges Geschenk Seiner Liebe. Aber zwei Tugenden waren es, durch die Ich Mich vor allen übrigen Menschen auszeichnete. Meine Liebe zur Jungfräulichkeit und Mein lebendiger Glaube. Glaube nicht, Ich sei von jeglichem Kampf befreit gewesen. Als der Erzengel Gabriel Mir die Botschaft brachte, daß Ich Mutter Gottes werden sollte, hatte Ich keinen geringen Kampf in Mir. Ich erwog in Meinem Herzen die Bedeutung dieser Worte und sprach zu Mir Selbst: Wie kann dies geschehen, da Ich keinen Mann erkenne? Aber bald siegte der Glaube über den Verstand.

Überlege nun, Meine Tochter, was dies bedeutet, und wende es auf dich an. Du hast mit deinen Mitschwestern in diesem Mir geweihten Monat viele Gnaden von Gott erfleht, für dich und andere. Und weil du täglich mit ausgespannten Armen den himmlischen Vater an das Leiden Seines Sohnes erinnert hast, so sollst du jetzt auch sehen, wie viele Seelen ihr aus dem Fegefeuer befreit habt. Sieh dich einmal um.“

 

25 Vigil von Mariä Empfängnis 1895       25

Papst Pius IX.: „Mit der alten Schlange werden sie hinabgestürzt in den Abgrund, wo der Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt, sie und alle ihre Kindeskinder, die aus ihnen hervorgehen. Weil aber der Herr den Menschen erschuf, geringer als die Engel, und darum mehr Nachsicht haben muß mit seiner Schwachheit, so läßt Er ihm mehr Zeit, und weil Er die Menschen liebt, weil sie aus Seiner Hand hervorgegangen und Er ihnen einen Leib gegeben, womit sie sündigen können, darum liebt Er sie mehr als die Engel, wenn sie Seine Stimme hören, wenn sie so leben wie die Engel. Sage es meinen Dienern, meinen Brüdern, daß sie aber schauen sollen auf die Kinder der Finsternis, und daß sie es nicht machen sollen wie jene! Was schadet es ihnen, wenn die Gottlosen noch einige verächtliche Blicke mehr auf sie hinwerfen, als sie ohnehin tun. Was schadet es ihnen, wenn sie euch zurufen: ‚Ei seht doch, welchen Träumereien, Einbildungen, Phantasien sie sich hingeben!‘“

 

26 Zweiter Donnerstag im Advent 1895       26

Jesus: „Der Mensch wurde erschaffen, wie alle übrigen Geschöpfe, um Meinen himmlischen Vater zu verherrlichen, Seine Freude zu vervielfältigen. Ich habe es dir schon einmal gesagt, Er ist und bleibt Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Er hätte weder der Engel, noch der Menschen, noch aller übrigen Geschöpfe bedurft, aber es war nun einmal so Seine Freude. Darum hat Er aber auch den Menschen wie den Engel nach Seinem Ebenbild erschaffen, um Sich an Seinem Ebenbild zu ergötzen, zu erfreuen.

O du törichter Mensch mit deinem Hirngespinst, was kann Ich denn weniger von dir verlangen, als daß du glauben sollst, daß Ich dich erschaffen habe, um dich ewig glücklich zu machen, wie Ich es bin. Verlange Ich vielleicht zuviel von dir, wenn Ich dir gebiete, daß du deinen Verstand Mir unterwerfen mußt? Dieses habe Ich auch von den Engeln verlangt. Und nun, Meine Tochter, sollst du sehen, daß das Gebet nicht umsonst ist.“

 

34 Evangelist St. Johannes 1895       34

Jesus: „Heute sollst du auch noch deinen Schutzengel sehen; deshalb bleibe etwas länger in der Kirche.“

Schutzengel: „Ich bin es auch noch nicht lange. Früher hattest du einen anderen Engel. Erst seit drei Jahren, seitdem du im Bekenntnis vor dem Allerheiligsten Sakrament des Altares so beharrlich gewesen und deshalb so viel leiden mußtest. Ich bin ein Seraph.“

 

35 Herz-Jesu-Freitag im Januar 1896       35

Jesus: „Sage ihm, daß ein Engel alle seine Schritte zählt, daß all die Worte, die er in dem ihm angewiesenen Beruf und Stand um Meinetwillen spricht, aufgeschrieben werden und aufgezeichnet sind, und daß sie für ihn um so verdienstreicher sind, je mehr Mühe er dabei auf sich nehmen muß.“

Maria: „Grüße Mich mit dem Gruß eines Erzengels; denn dieser ist Mir am liebsten.“

 

57 Dritter Donnerstag im März 1896       57

Josef: „Ich wollte nur all den Kummer und den Schmerz verbergen vor meiner jungfräulichen Gemahlin. Auch dachte ich, ich sei zu unwürdig, der Pflegevater des Sohnes des Allerhöchsten zu sein. Von jenem Augenblick an aber, wo ich durch den Engel belehrt wurde, kam kein Zweifel, kein Mißton mehr in meiner Seele auf. Unverwandt war mein Blick auf Denjenigen gerichtet, Der mir anvertraut war, auf den Sohn Gottes, auf meinen Gott und Herrn, und deswegen habe ich verdient, der Schutzpatron aller derjenigen zu sein, denen es Ernst ist mit ihrer unsterblichen Seele. Und ich sage dir, alle diejenigen, die sich unter meinen Schutz flüchten, sind gerettet.“

 

70 Samstag vor dem Weißen Sonntag 1896       70

Jesus: „Ich bin ein Freund der Kinder, auch als Ich unter den Menschen auf Erden wandelte, und bin jetzt noch immer ein Freund der Kinder in Meinem sakramentalen Wandel unter den Menschen, denn Ich will jetzt noch mit den Menschen wandeln wie damals, als Mein Körper Mich noch den Menschen sichtbar zeigte. O die Kinder, die Engel im Fleische, wie sehnt Sich Mein Herz, in sie einzugehen und mit ihnen Abendmahl zu feiern und sie mit Mir. O, daß Ich doch bei ihnen bleiben könnte! Da finde Ich noch Gehör, da ist das Herz noch hell und sonnenklar, die Wolke des Unglaubens hat es noch nicht verfinstert, und die Sinneslust hat es noch nicht getrübt.“

 

84 Fest des hl. Johannes des Täufers 1896       84

Jesus: „Von dem Bischof von Mainz verlange Ich es, daß er es weiter gelangen lasse an den Heiligen Stuhl in Rom, an den Bischöflichen Stuhl in Rom. Ich verlange, daß diese armen Wesen, die hinausgestoßen sind von der Welt und so zurückgesetzt sind von Meinen Dienern, die Ich gestellt habe, daß sie jene Seelen nähren sollen mit dem Brot der Engel, um all die Leiden dieses Lebens ertragen zu können, an Meinem Tisch speisen sollen. Sie sind jene Seelen, die die Welt hinausgestoßen, weil sie es nicht mit ihr halten, und Ich will, daß sie einen Anhaltspunkt haben sollen, daß sie einen eigenen Tisch haben, und das ist Mein Tisch, der Tisch Meines Hauses, woran die Engel speisen, dies ist der häusliche Herd, an den sich jene Seelen setzen sollen. Ihr Seelen, die ihr Mich liebt, ihr Jungfrauen in der Welt, o kommt an Mein Herz, o kommt und vereinigt euch mit Mir. Von Mir seid ihr nicht verstoßen.“

 

86 Fest St. Peter und Paul 1896       86

Jesus: „Alle, die noch wenig begriffen haben, daß Ich diese Welt erschuf, daß Ich alles, was darauf ist, in das Dasein gerufen habe, daß Ich das Recht besitze, zu bestrafen und zu belohnen, müssen erkennen, daß es einen dämonischen und einen göttlichen Einfluß gibt. Ich bin es, Euer Gott, Der die Engel hinabstürzte in den Abgrund, aus dem Reiche des Lichtes in das Reich der Finsternis, weil sie sich gegen Meinen Geist empörten, weil sie sich nicht unterwerfen wollten Meinen Ratschlüssen, die Ich mit der Menschheit vorhatte, oder will Mein Diener Mir auch dieses nicht glauben? Sag ihm nur, daß es auch ein Rätsel ist und ein Geheimnis, daß Ich die Engel sofort verstieß aus dem Himmel und den Menschen so viel Nachsicht gewährte. Nicht war, dies ist ein Geheimnis? Nehmt die ganze Geschichte des menschlichen Geschlechtes, alle Glaubens- und Sittenlehren, vor wie vielen Geheimnissen bleibt ihr stehen?“

 

111 Erster Freitag im September 1896       111

Jesus: „Denn Ich habe den Menschen nur ein klein wenig unter die Engel gestellt. Ich habe jedem Menschen hinlängliche Gnaden gegeben, um sein Heil zu bewirken.“

 

115 Vigil St. Michael 1896       115

Michael: „Siehe, meine Tochter! Du bist manchmal so ungehalten und so traurig, wenn etwas nicht nach deinem Wunsch und Willen geht, wenn Kreuze kommen in der Familie, wenn du dahin gestellt bist, wo du nicht gern stehst. Du bist unwillig, wenn andere neben dir stehen, die dir entgegen sind, dir in die Quere kommen. Aber siehe, dein Leben soll das Leben der ganzen heiligen Kirche, ja der ganzen Menschheit versinnbildlichen, denn so wie dein Leben, ebenso ist die ganze Schöpfung seit dem Sündenfall.

Siehe, ich bin einer jener glückseligen Geister, die schon lange erschaffen waren, bevor die Menschen erschaffen wurden. Friede herrschte in dem Reich des Lichtes, wo ich wohne, und nichts störte die himmlische Ruhe, und unaufhaltsam lobte der Geist eines jeden seinen Schöpfer, bis die Sünde eintrat, bis jener stolze Luzifer mit seinem Anhang das Reich des Lichtes verdunkelte, und es entstand der erste Streit in der Schöpfung; denn bevor die Welt erschaffen war, da waren schon die reinen Geister, es gab schon eine Schöpfung, zu der ich gehöre.
Es war dies der erste und größte Streit, der je gesehen worden und je gesehen wird, obwohl er nur geistig vor sich ging. Ihr müßt wissen, je reiner das Wesen ist, je näher es seinem Schöpfer zugesellt und beigesellt ist, desto heißer der Kampf, den es gegen Satan führt, weil ja die Liebe dieser großen Geister erhabener und größer sein muß.
Und die Liebe dieser Geister - dieser Geschöpfe - war größer, als alle Menschen zusammen lieben können, denn sie liebten ihren Herrn mit reiner, uneigennütziger Liebe, und diese Liebe war um so heftiger und größer, je größer der Haß der anderen Partei war, und es entstand ein Ringen und Kämpfen, und hinab ging es mit diesen abtrünnigen Geistern, es ward Licht in den Räumen, aber doch eine stille Wehmut blieb in den Gemütern und Geistern zurück, als sie ihren vorher so treuen und lieben Brüdern nachschauten.
Diese Sehnsucht bewog ihren Herrn und Gott, den Menschen zu erschaffen und recht bald zu erschaffen, um an den Menschen wieder seine Freude zu haben und zu vollenden, was Er eingebüßt hatte an den Engeln. Du mußt wissen, Gott will nicht die Sünde, aber Er läßt sie zu. Wir alle sind Seine Geschöpfe und doch so glücklich, teilzunehmen an Seiner Glückseligkeit, die ewig, ewig dauert.
Nun ist aber ein großer, himmelweiter Unterschied zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf, und Seine unendliche Majestät verlangte und mußte verlangen, daß zu ewigen Zeiten es Seinen Geschöpfen zur Warnung hingestellt sein sollte, daß Er wenigstens eine Prüfung von ihnen verlangen könne, die Geschöpfe nämlich sich einer Prüfung unterziehen mußten, weil sie ja die Glückseligkeit des Schöpfers teilen sollen. Weil es jedoch ein bloßes Geschöpf ist, aus Seiner Hand hervorgegangen, muß dieses Geschöpf sich die Glückseligkeit gewissermaßen verdienen, darum die Prüfung.
Der himmlische Vater legte uns, Seinen Dienern, einen Plan vor, den Er von Ewigkeit her beschlossen hatte, denn ihr alle sollt wissen, daß im Himmel, wo wir wohnen, eine Gemeinschaft herrscht, ein heiliger Friede, ein Band, das alle so eng an seinen Herrn anschließt, daß es, wie man sich bei euch auszudrücken pflegt, um menschlich zu reden, eine einzige Familie ist.
Und wie in einer guten Familie ein guter Vater nichts tut, ohne erst seine Familie, seine Kinder in Kenntnis zu setzen, sie um Rat und Zustimmung zu bitten, damit dann an dem Plan, den er ausführen will, alle sich um so mehr erfreuen können, wenn ihm sein von ihm ausgedachter Plan gut gelingt, so ist es und so war es, als der himmlische Vater den Plan allen Himmelsbewohnern vorlegte, daß Er eine Welt erschaffen wolle, und in diese Welt ein Geschöpf setzen wolle, zum Herrn über die Schöpfung. Weil Er aber dieses Geschöpf – den Menschen – mit Fleisch umgeben werde und dieses aus der Erde genommen, wird es den Menschen abwärtsziehen. Dann werde eine Zeit kommen, wo der Mensch sich gegen Ihn empören werde.
Da trat die zweite Person der Gottheit vor den himmlischen Vater und vor alle Himmelsbewohner und zeigte ihnen ein Geschöpf, das an Schönheit, Reinheit und Liebenswürdigkeit den ganzen Himmel mit allem, was darin ist, außer der Allerheiligsten Dreifaltigkeit Selber, die ganze übrige Schöpfung weit übertreffe, und daß aus diesem Wesen Er geboren sein wolle, um so im menschlichen Fleische, in der Knechtsgestalt, die Sünde wieder zu büßen und zu sühnen. Dies sahen nun die empörten Geister, die Engel, die sich schon lange gefielen in ihrer Schönheit. Wie, sagten sie, wir sollen ein Geschöpf anbeten, das weit unter uns steht, wir sollen diesen unseren Gott, Der da Fleisch annehmen will und Sich diesen Geschöpfen gleichmachen will, in Menschenhülle anbeten?
Und man beschloß, nie und nimmer das zu tun. Und diese Geister enthüllten ihren Plan den Gleichgesinnten und beschlossen, sich zu trennen, weil sie wähnten, Gott gleich zu sein. Siehe, ich und die Guten, die mir folgten, die meiner Fahne folgten, führten Krieg gegen die rebellischen Geister und schleuderten diese abtrünnigen Engel in den Abgrund. So war es im Himmel, wo nichts herrscht als Liebe, Friede und heilige Freude, wo eine Glückseligkeit ist, ohne Zahl und Maß. Nun nimm dir aber, du armseliges Evaskind, diese unwirtliche Erde, dieses Tränental, das es geworden ist seit der ersten Sünde - denn die Schöpfung, wie sie aus Gottes Hand hervorging, war auch ein Paradies, herrlich und schön, wenn auch nicht zu vergleichen mit der himmlischen Stadt, wo Gott wohnt, doch war es ein Abglanz jenes Reiches – nimm die vielen Kämpfe, die die Erdenpilger von Tag zu Tag kämpfen müssen und sieh, ob es da nicht notwendig ist, nach jemandem sich umzusehen, der immer die richtigen Mittel zu treffen weiß. Und dies hat die heilige Kirche erkannt und mich deshalb zu ihrem besonderen Schutzpatron erwählt.
Die Welt ist gottlos geworden. Das ist es, was ich dir zeigen wollte, weswegen ich dir erklären wollte den ersten, großen Streit, der gewesen ist in der Schöpfung. Wenn im Reich des Lichtes, wo nur Liebe, Freude und Friede herrscht, eine Empörung stattfand gegen ihren Herrn und Gott, wie wäre es anders zu erwarten unter den niederen Geschöpfen? Siehe, der Himmel ist geräumt, die Abtrünnigen sind ausgeschieden, viele, viele Plätze sind leer, aber nicht lange, und andere werden die Plätze einnehmen, und dies seid ihr, ihr armen Erdenpilger. So ist es und so bleibt es, wenn die Geschöpfe sich auflehnen gegen ihren Schöpfer. So ist es jetzt auch wieder. Es ist ein Streit entbrannt in der ganzen Schöpfung, ein Sturm tritt heran, der die ganze Schöpfung wieder erschüttern soll. Ausgeschieden sollen viele werden, der Weizen soll gesiebt, das Unkraut ausgerottet und ins Feuer geworfen werden. Es ist an der Zeit, da die Menschen gottlos geworden sind, und nur noch wenige glauben, daß es wirklich einen Schöpfer gibt. Darum will ich dir sagen, daß eine Zeit kommen wird, wo auch die Guten sich fragen werden: ja ist es denn möglich, daß Gott dies alles über uns kommen lassen kann? Man will wissen, ob denn auch die Guten gestraft werden. Ja, ja, sage es nur jenen, die es wissen wollen, daß auch die Guten mit gestraft werden, nicht aber zu ihrem Verderben, als ob sie es verdient hätten, sondern weil durch sie andere wieder gerettet werden sollen, und weil durch ihr geduldiges Leiden die Trübsale abgekürzt werden. Auch werden die Gottlosen sehen, daß selbst diejenigen, die Gott immer treu gedient haben, die Strafe mit erleiden und dennoch mitten in der Trübsal ruhig ihre Wege gehen. So werden diese in sich gehen und viele werden gerettet werden.
Dies ist alles geistig zu verstehen! Ihr müßt wissen, daß, wenn die Menschheit gestraft wird, dann wird sie gestraft, wie der Herr regnen läßt über Gute und Böse, denn Er erschafft keine neue Welt, um die Guten auszusondern. Sie müssen alles miterleben wie die Gottlosen, aber mit dem Unterschied, daß der Friede der Guten nicht zu zerstören sein wird, sie werden die Trübsale ruhig hinnehmen und ruhig ertragen, während andere in große Verwirrung und Verzweiflung fallen, und durch ihr geduldiges Ausharren werden sie und andere gerettet werden.“

 

116 Erster Abend im Oktober 1896       116

Maria: „So ist es in deiner Familie, denn du sollst, wie dir bereits der heilige Erzengel Michael gesagt hat, die heilige Kirche versinnbildlichen, mit all den vielen Unannehmlichkeiten, den kleinen und großen Stürmen, die über sie ergehen. Geschüttelt muß der Baum werden, auf daß die unreifen Früchte abfallen. So ist das auch mit dir. Verstehst du, warum dir das Kreuz auferlegt ist? Geschüttelt mußt auch du werden, damit du einsiehst, wie viele Unvollkommenheiten du noch an dir hast und welche abzulegen du dir um so mehr Mühe geben sollst.“

 

124 Vigil vor Allerheiligen 1896       124

Schutzengel: „Ich bin dein Schutzengel! Ich bin ein Seraph! Ja, komm nur mit mir, meine Tochter, ich will dir zeigen, was das Gebet der Gerechten vermag. Ich will dir zeigen, welchen Nutzen der Monat Oktober bringt der leidenden, der streitenden und der triumphierenden Kirche. Der Herr hatte dir versprochen am ersten Tag des Monats Oktober, daß du am letzten Tag eine große Freude mit deinen Mitschwestern haben werdest, und nun bin ich gekommen, um dich einzuführen. Alle, die glauben, alle, die guten Willens sind, die treu halten zu der heiligen katholischen Kirche und glauben, daß Er in ihr ist und die Macht hat, mit Seinen Kindern zu verkehren, und diese Macht Ihm kein Jahrhundert rauben kann. Komm mit mir, meine Tochter!“

 

129 Samstag am 5. Dezember 1896       129

Schutzengel: „Das Adventsgebet war für die Kirche, aber das Ordensgebet als Pflichtgebet kommt nicht der Kirche zugute, sondern wird deine eigene Glorie vermehren. Weil ihr allein imstande seid, den Verstorbenen zu nützen, indem ihr noch verdienen könnt.“

 

133 Samstag am 12. Dezember 1896       133

Schutzengel: „Man solle sich das merken, daß man immer Gebete auswähle, die Kirchengebete sind. Die Menschen begreifen die Gnaden nicht, die mit Kirchengebeten verbunden sind. Diese sind so mit Gnaden bereichert, weil nicht allein die streitende Kirche sie angeordnet, sondern auch die triumphierende Kirche sich anschließt und vereinigt, und sie das ersetzt, was unserer Mangelhaftigkeit abgeht.“

 

134 Zweiter Freitag im Advent 1896       134

Maria: „Meine Tochter! Das ist die Furcht vor dem Leiden, das ist die Natur des Menschen. Die Menschen sind einmal so. Auch Meine Natur bebte vor dem Leiden, auch Ich besann Mich, als der Engel zu Mir kam und Mir die frohe Botschaft brachte, daß Ich die Mutter des Erlösers der Welt werden sollte. Ich schrak zusammen, weil die Natur sich fürchtete vor Leiden, und Ich wußte im ersten Augenblick schon, was da Meiner wartete. Obwohl Ich Meinen Willen dem Willen Gottes unterworfen, obwohl Ich schon von Kindheit an Mir alle Mühe gab, Meinen Willen dem göttlichen Willen gleichförmig zu machen, so war aber doch noch nichts an Mich herangetreten bis zu diesem Augenblick; so war Mir noch nie eine andere Stelle zugedacht, als die Mir jetzt übertragen wurde.“

 

136 Dritter Freitag im Dezember 1896       136

Jesus: „Aber seht, Meine Kinder, der Erlöser ist unter euch, Er ist dort im Tabernakel, aber Er ist verdeckt, verstaubt, zugedeckt, und doch ist Er da. Damals war es eine arme Krippe, die Ihn barg, jetzt ist es auch eine arme Krippe; aber dort im Tabernakel sucht den Erlöser. Ja, ja, Ich lebe unter euch, nicht mehr braucht Er geboren zu werden wie damals. So viele Menschen, so viele Christenherzen schlagen auf der ganzen Welt, sovielmal will Ich geboren werden in dieser heiligen Zeit durch die heilige Kommunion. Darum, Meine Kinder, ihr seid der zweite Erlöser, euch habe Ich unter dieses Geschlecht gestellt, ihr sollt Mir Meine Kinder herbeiführen. Wie damals die Engel die Weisen aus fernem Land herbeigeführt haben, so sollt ihr Mir alle zuführen, reich und arm, gelehrt und ungelehrt. Und wenn sie eure Worte auch nicht annehmen, wenn sie euch auch hinausstoßen oder nicht aufnehmen, das alles muß euch eins sein wie auch Mir, als Ich dreiunddreißig Jahre von der Krippe bis zum Kreuz unter euch verbrachte.“

 

142 Zweiter Sonntag im Januar 1897       142

Jesus: „Ja, siehst du, Meine Tochter, dieses ist es ja, was Ich dich lehren will. Derjenige Mensch, den Ich das nicht fühlen lasse, weicht ab; ohne es zu merken, kommt er auf Irrwege. Wenn der Mensch dann noch sich selbst überlassen ist, so geht er schnurstracks auf dem Weg des Hochmuts weiter und fällt in einen schauerlichen Abgrund, den Abgrund des Stolzes. Das können mitunter fromme Seelen sein, die Mir lange gedient haben, die aber immer nur sich selbst suchen und auch einen verborgenen Eigenwillen in sich herumtragen. Wenn Ich nicht rasch mit ihnen zu Werke gehe und ihnen schnurstracks entgegentrete, fallen sie in den Abgrund des Stolzes, in den schon so viele gefallen sind, Meine Engel obenan. Deswegen lies in den Büchern der Heiligen, ob Ich nicht alle Seelen, die Ich zu hoher Vollkommenheit leiten wollte, auf diesen Weg führte, daß Ich ihnen die Frömmigkeit zuweilen verleidete und Mich in ihnen zurückzog, damit sie sahen, daß das, was Ich in ihnen wirke, nicht ihr Verdienst sei.“

 

157 Vierter Freitag im März 1897       157

Maria: „Denn ihr sollt wissen und wißt es, welcher Kampf im Himmel vor sich ging, als Satan hinausgeschleudert wurde aus dem Himmel in die Hölle, wegen einer einzigen Sünde, und in demselben Augenblick, als der Herr Seinen Untergebenen, den heiligen Engeln, den Plan vorlegte, daß Er das Menschengeschlecht erschaffen wolle, daß dies Geschlecht, weil weit unter ihnen stehend, aus der Materie eines Stoffes genommen, also nicht ganz geistig wie sie und infolge dieses Materials, dem es einesteils angehört, fallen werde, mußte Er nun aber, um Seiner Gerechtigkeit genüge zu tun, diesen Geistern ob der furchtbaren Strafe, die Er über sie verhängte, einigermaßen Gerechtigkeit widerfahren lassen, und Er gab ihnen die Erlaubnis, dieses Geschlecht anzufechten, und so sie es besiegten, Gewalt auszuüben über dieses Geschlecht. Dies sollte die Strafe der Sünde sein und bleiben, solange dies Geschlecht, nämlich der Mensch, bestehen würde.“

 

166 Freitag vor dem Weißen Sonntag 1897       166

Jesus: „Ja, Ich freue Mich, Ich sehne Mich nach dieser Stunde, denn dazu bin Ich in die Welt gekommen, dazu habe Ich dieses Liebesmahl erdacht und eingesetzt, um Mich in den Menschen zu erfreuen, zu erquicken; denn es ist Meine Freude und Mein Trost, in den Menschenkindern zu sein, und diese Geschöpfe, die doch noch nicht so boshaft sind, noch den Engeln gleich, o wie sehne Ich Mich nach ihnen!“

 

168 Erster Freitag im Mai 1897       168

Jesus: „Seht, Meine Diener, ihr Diener des Herrn! Seht doch bitte folgendes: Nicht umsonst hat Mein Stellvertreter euch einen Schild in die Hand gegeben, und euch einen Engel angewiesen, an einen Himmelsfürsten, den heiligen Erzengel Michael. Dieser wird mit euch kämpfen.

Nehmt den Stab in die Hand, den er euch zeigt, mit dem er den Drachen besiegt. Es ist der Stab des Kreuzes, den ihr Tag und Nacht nicht mehr aus der Hand legen sollt. Ich sage Tag und Nacht, denn Ich weiß, die Kraft erlahmt und ermüdet, aber das Kreuz soll euch immer wieder neue Kraft geben. Vom Kreuz aus, und mit dem Kreuz werdet ihr herrschen über eure bösen Neigungen, die eure Kraft erlahmen wollen.
Entgegenhalten sollt ihr euren Feinden, euren Spöttern, die mit satanischer List, mit satanischer Wut euch entgegentreten, den Schild des Glaubens, der im Hintergrund die Demut haben muß.“

 

170 Dritter Freitag im Mai 1897       170

Maria: „Seht, Meine Kinder, wie groß das Vorrecht ist, das der himmlische Vater den Menschen gegeben, habt ihr in der vorigen Belehrung gelesen. Die Engel, die zur ersten Schöpfung gehört haben, haben nur einmal gesündigt und wurden auf ewig verdammt und gleich hinausgestoßen. Der Mensch, den Er nur um etwas unter die Engel erniedrigte, sündigt sooft, und doch bietet ihm Gott wieder Seine Gnade an. Wie würde denn die Gerechtigkeit Gottes angebracht sein, wenn sie diesen Menschen keine Prüfung vorlegte. Die Prüfung ist nun sein ganzes Leben, die Prüfung ist, daß er wählen soll, daß er seinen freien Willen hat, unabhängig wie er ist, soll er wählen zwischen Gut und Böse. Dies hängt vom Menschen ab, sonst würde ja die Gerechtigkeit Gottes nicht ausgeglichen.“

 

179 Fest Mariä Heimsuchung 1897       179

Jesus: „Ich habe es dir an einer anderen Stelle schon einmal erklärt, daß damals, als Satan noch ein Lichtengel war, er von der Gottheit großen Einfluß auf sich vereinte. Er wohnte in einem unzugänglichen Lichte, und das Licht der Gottheit überschattete, überstrahlte ihn in überreichem Maße.

Deswegen hatte er viel hineingeschaut in die Tiefe, in die Abgründe der Gottheit, er hatte viel geschaut in die Pläne der Gottheit, und weil nun die unendliche Barmherzigkeit Gottes und Seine unendliche Liebe die Welt erschaffen wollte, um Sich in ihr zu verherrlichen, um Sich in der Menschheit zu erfreuen, und der Himmel, der nun erschaffen war mit allen seinen Himmelsbewohnern, und diese Geister, die ihm da so ähnlich waren und von Seiner Gottheit so reichlich überschattet waren, daß sie diese arme Menschheit doch weit überstrahlten, denn der Mensch, die zweite Schöpfung, die Gott ähnlich sein sollte, war doch bei weitem schwächer, also nicht so vollkommen wie die erste Schöpfung, weil Ich in gewissem Sinn eine Abstufung erschaffen wollte.
Die erste Stufe jener Gottebenbildlichkeit sollten die Engel, die himmlischen Geister sein. Die zweite Stufe Seiner Gottebenbildlichkeit dagegen der Mensch. Nun aber sollten beide Abstufungen eine Prüfung bestehen, denn sie waren doch beide, obwohl Gott ähnlich, doch nicht wie Er, also nicht Götter wie Gott Selbst. Und da Er die erste Stufe nur prüfen wollte durch die zweite Stufe Seiner Erschaffung, so mußte der Mensch, den Er mit Fleisch umgeben wollte, das Mittel sein, um diese Prüfung zu verwirklichen.
Der Mensch ging aus der Schöpferhand hervor als ein reines Wesen, wie jene Schöpfung, die Mich umgab, aber er war genommen aus der Materie der Erde. Sein Leib war genommen und gehörte demnach dem Schöpfungsteil an, den Ich dereinst wieder in sein Nichts zurückfallen lassen will. Dieses war ein Plan, der in beiden Fällen Meine Gerechtigkeit und Meine Barmherzigkeit befriedigen sollte.
Meine Gerechtigkeit, weil der Engel nur ein reiner Geist war, weil er Mich Tag und Nacht schaute, weil er in einem unzugänglichen Lichte wohnte, weil er nicht genommen war aus einer Materie, die da dereinst wieder in ihr Nichts zurückfallen würde, weil er ein reiner Geist war, ganz nach Meinem Ebenbild erschaffen und eingeweiht in Meine Geheimnisse, erschaffen wurde in ungetrübtem Glück, nur geschaffen war zum Lieben und zum Dienen, und wieder zum Lieben und zum Dienen, denn sein Dienst war ihm kein Joch, er bewirkte in ihm die Liebe, und die Liebe bewog ihn zum Dienen; denn er schaute Meine unendliche Schönheit, Meine unendliche Liebenswürdigkeit.“

 

199 Fest des hl. Erzengels Michael 1897       199

Michael: „Ja, ich bin der Feldherr der Kirche. Der große Monarch, der da kommen wird, ist Jesus Christus Selbst, und je mehr die Diener der Kirche darauf lossteuern, um Ihn zum Sieg zu bringen, Sein Heer zu vermehren, Sein Heer auszudehnen in allen Landen, desto größer wird das Reich dieses kommenden, großen Monarchen; je mehr Seine Diener darauf lossteuern, das kleine Häuflein herbeizuziehen, diesem großen Monarchen zuzuführen, desto siegreicher der Kampf, desto herrlicher der Triumph! Ich bin der Feldherr und werde der Feldherr sein, der diesem großen Monarchen beistehen wird in all den Wirren, in all den Schlachten, die Er erfechten wird.

Die Schlachten werden aber geliefert in den einzelnen Seelen. Versteht ihr mich? In jeder Seele, die da kämpft und siegt über ihre Leidenschaften, ist die Schlacht geliefert und der Sieg gewonnen. Gelobt sei Jesus Christus!“

 

200 Erster Freitag im Oktober 1897       200

Maria: „Ihr aber, Meine Kinder, die ihr Meine Stelle vertreten sollt auf Erden, seid die Berufenen, die, wo es not tut, wo es gilt, einschreiten zu müssen, um die Zahl derjenigen zu ersetzen, die sich nicht beteiligen an solchen Andachtsübungen. Ihr sollt zu Hilfe rufen alle die heiligen Schutzengel derjenigen Christen, die sich nicht mehr kümmern um ihre Mutter, die heilige katholische Kirche, und ich sage dir, es wird Mein Sohn in diesem Monat nicht so oft zu dir kommen wie in den früheren Jahren; dagegen sollst du dich aber um so mehr ereifern und dort einfinden, um mit anderen frommen Christen einmütig zu bitten für all die großen Anliegen der heiligen katholischen Kirche.“

 

205 Fünfter Freitag im Oktober 1897       205

Maria: „Erstens übt der Mensch einen Akt des Glaubens. Er glaubt, daß nur im Gebet und durch das Gebet Hilfe in schwerer Zeit erlangt und erfleht werden kann. Er glaubt, daß der mächtige Arm Gottes nicht verkürzt ist, daß, wenn die Not am größten ist, Seine Hilfe am nächsten sein wird. Und weil schon so viele Jahre durch das Gebet Hilfe erwartet und bis jetzt doch noch keine weitere Hilfe eingetreten ist, darum ist es ein Akt des Glaubens, der Meinem Sohn sehr gefällt und dem Vater und dem Heiligen Geist, wenn sie trotzdem fortfahren zu beten, obschon sie keine Hilfe sehen, wenn der Christ hinweggeht über all den trügerischen Schein, als sei alles umsonst, wenn er tut, was in seiner Kraft ist und glaubt, daß zur rechten Zeit doch die Hilfe kommt. Zweitens übt er einen der größten Akte des Gottvertrauens. Er hofft wider alle Hoffnung. Er sieht, daß er nur Spott und Hohn erntet, er sieht, daß andere sich nicht bessern, und doch ist sein Vertrauen auf den Herrn gegründet, er betet ruhig weiter; und wisset, wo guter Wille ist, bete Ich mit dem Menschen, verbinde Ich Mich mit seinem Schutzengel und ersetze alles, was noch mangelt.

Darum werdet nicht mutlos, wenn auch euer Gebet recht unvollkommen ist, klammert euch an Mich an, denkt oft, daß ihr unter Meinem Schutzmantel geborgen seid und somit mit Mir vereinigt betet.
Er übt drittens einen Akt der Demut, weil er nicht achtet auf diese und jene, was diese von ihm sagen und andere von ihm halten. Er geht einfach hin, weil er ja ein Kind der katholischen Kirche ist und zu den Schwachköpfen gehören will. Denn alle, die jetzt noch treu zur katholischen Kirche halten, sind vor den törichten Kindern der Welt Schwachköpfe. Diese wähnen ja, allein weise zu sein. Wißt aber, daß einmal der Tag kommt, wo die eine wahre Weisheit siegen, wo die wahre Demut siegen wird. Viertens übt derselbe einen Akt des Gehorsams, weil er der Stimme der Kirche folgt, dem Ruf der Kirche, weil er nicht nur die Gebote Gottes hält, sondern auch dem leisesten Wunsch der Kirche entgegenkommt. Es ist nicht ein Gebot, es ist nur ein Wunsch, und weil es nur ein Wunsch ist, so üben alle diejenigen, die sich anschließen, Tag für Tag einen Akt des vollkommenen Gehorsams, und darum ist es in den Augen Meines Sohnes und des himmlischen Vaters ein gar wohlgefälliges Werk.
Wißt ihr nun, Meine Kinder, was damit soll gesagt sein? Daß ihr am Schluß des Monats eine große Freude erleben werdet, damit ihr nicht vielleicht an der Echtheit der Werke und der Verheißungen, die euch gegeben worden sind, zweifelt. Denn viele, viele sollen sich beteiligen, sollen nicht müde werden, sich anzuschließen an die heilige Kirche.“

 

232 Karfreitag 1898       232

Maria: „Durch die himmlischen Lobgesänge, die da in die Nacht hinaustönen, besonders draußen unter dem Landvolk, o wie erquickt es das Herz Meines Sohnes, wie freuen sich die Engel, o wie erbaut es die Katholiken, die da an einem Bildstock oder in einer kleinen Kapelle die himmlischen Lobgesänge ertönen lassen, wie vereinigen sich die Engel mit diesen frommen Christen, und wie ertönt der Widerhall im Himmel und auf Erden.

O möchten sie doch recht reichlich ihre Tränen fließen lassen, besonders im Monat Mai, weil sie ja Meine Stelle vertreten und sich gegenseitig unterstützen können, weil zu einer Genossenschaft vereinigt, und sie am ersten gewürdigt wurden zu erfahren, was Ich in unscheinbaren Seelen wirke, die an Mich glauben und fest zu Mir halten. Ihr aber, Meine Kinder, stehet fest, haltet zusammen, und wenn man euch noch so sehr einschüchtern will, laßt euch nicht beirren! Niemals wird euch ein Haar gekrümmt werden, und die Spottreden müssen euch sein wie kostbare Edelsteine; denn sie alle werden die Engel sammeln und in eure Krone als Edelsteine einfügen.“

 

236 Zweiter Freitag im Mai 1898       236

Maria: „Das Kreuz wird in die Mitte der Familie gestellt, wo ihr euch befindet, in dieser Familie auf diese Art, in jener Familie auf eine andere Art. In jeder Familie aber, auch wenn sie Gott noch so treu dient, wird das Kreuz nicht hinweggenommen, weil es der Wille Gottes so ist, weil der Himmel verdient werden muß; denn Gott ist gerecht, und Er wäre kein gerechter Gott mehr, man müßte diese Eigenschaft Ihm streichen, wenn Er nicht eines behandelte wie das andere Seiner Geschöpfe. Er hat die Engel erschaffen, und sie sind Geschöpfe wie ihr Menschen es seid. Er hat den Menschen erschaffen, und sie sind Geschöpfe wie die Engel. Jene aber verstieß Er um einer einzigen Sünde willen auf ewig von Seinem Angesicht. Mit den Menschen hat Er so viel Nachsicht und will sie den Engeln gleichhalten, auch wenn sie ein ganzes Leben hindurch Ihn beleidigt. Darum muß der Mensch eine Prüfung bestehen, und es steht nur Ihm zu, diese Prüfung den Menschen sein ganzes Leben hindurch fühlen zu lassen. Nun aber hat Er euch das Kreuz, das Er euch aufgeladen, und den Kreuzweg, den Er euch bestimmt, und womit Er euch zum Himmel führen will, so erhellt, den Lebenspfad so erhellt, das Kreuz euch so erleichtert, daß es euch scheint und vorkommen muß, als lebtet ihr im Paradies.

Meine Kinder! Dieses Zimmer, in dem Mein Sohn und Ich sooft Sich würdigen, hernieder zu steigen, soll euch immer eine Lieblingsstätte sein, ein Lieblingsort, aber hütet euch, daß ihr nicht auf verkehrte Weise miteinander redet; denn heilig soll der Ort sein, heilig wie derjenige ist, wo Er Tag und Nacht verweilt im stillen Tabernakel. Kein ungeziemendes Wort soll hier gesprochen werden. Deswegen hast du gesehen, wie Mein Sohn erst, bevor Ich dich besuchte, einen Engel sandte, der im ganzen Zimmer wie zu reinigen und zu säubern, geschäftig umherging. Dieses ist das Sinnbild, wie der Ort sein soll, wo der Herr Sich würdigt, manchmal zu verweilen.
Denn schaut hin auf Mein Leben! War es denn anders? Nur der Glaube, wo er tief verwurzelt ist, kann alle Hindernisse beseitigen, nur die gläubige Seele weiß von keinen Einbildungen, Zweifeln und Ängsten, und wenn sie solche hat, besiegt sie dieselben durch ihren lebendigen Glauben.
Dieses war ja die einzige Richtschnur Meines ganzen Lebens, Mein lebendiger Glaube. Er machte Mich zu dem, was Ich jetzt bin, zur Mutter Gottes, und nicht nur einen Tag, nicht nur eine Stunde nützte Mir dieser lebendige Glaube. Nützte er Mir etwa nur in der Stunde, wo der Engel zu Mir kam und Mir die frohe Botschaft brachte von der Würde, Mutter Gottes zu sein?
Nein, nein, Mein ganzes Leben war ein beständiger Prüfstein Meines lebendigen Glaubens; denn von der Krippe bis zum Kreuz hin führte Mein Sohn ein Leben, daß beständig, wenn Ich auch nur im geringsten die Fähigkeit einer Sünde in Mir gehabt hätte, hätte in Mir Zweifel erwecken können an Seiner Gottheit, denn wo sah man je einmal etwas an Ihm, menschlich gesprochen, das Seine Gottheit hätte verraten können? Im Gegenteil, geboren als kleines Kind, mußte Ich Ihn ernähren und erziehen mit großer Sorgfalt und Mühe wie alle anderen Mütter. Er fing an zu stammeln und zu reden und Sich zu entwickeln wie alle anderen Kinder. Niemals, menschlich gesprochen, ließ Er nach außen hin einen Schein Seiner Gottheit sehen, einen Abglanz Seiner Gottheit. Nur Meinem innerlichen Auge, dem Auge Meiner Seele war es sichtbar, und sah Ich Seine verklärte Gottheit beständig in Ihm.“

 

248 Erster Freitag im Juli 1898       248

Maria: „Bei jeder Person, die dort kniet mit lebendigem Glauben, kniet daneben ihr heiliger Schutzengel, ihr heiliger Namenspatron, der ihr in der Taufe beigestellt wurde. Ferner diejenigen Heiligen, die sie um ihre Fürbitte angefleht und zu Patronen sich erwählt hat. Der Priester, an dem die Reihe des Vorbetens ist, ist noch eigens mit einer Schar Engel umgeben, die fortwährend die Gebete der Gläubigen in Empfang nehmen und sie in Vereinigung mit dem vorbetenden Priester, der ja doch im Namen der ganzen Gemeinde kniend vorbetet, aufopfern. So ist es aber jedesmal, wenn die Kirche das Allerheiligste Sakrament aussetzt zur Anbetung, nicht nur in dieser Woche des Großen Gebetes, sondern auch an allen Tagen des ganzen Jahres, wo das Allerheiligste zur Anbetung ausgesetzt wird. Denn diese Tage sind von der Kirche angeordnet zur Sühne und zur Abbitte für die Beleidigungen und Unbilden, die Meinem Sohn von den lauen und undankbaren Kindern der Kirche und auch von den Andersgläubigen zugefügt werden. Bedenkt doch: die heilige katholische Kirche ist geleitet vom Heiligen Geist und alles, was in ihr geschieht, hat seine weise Absicht und seine besonderen Gründe, denn sie allein ist es, um derentwillen die Welt verschont und gehalten wird, sonst wäre sie längst schon untergegangen. Es ist die Gnade des Allmächtigen, Der Sich würdigt, Seine Engel auszusenden und überall das zückende Schwert zu schwingen, gegen die Gottlosen. Hinter den Gottlosen steht ein Engel der Finsternis und schürt und hetzt an seinem Opfer, das im Fleische ist, im Fleische wandelt, und diesen zum Zorn reizt. Dem gottlosen Heer gegenüber steht jedoch das Reich Jesu Christi, die Friedensboten Meines Sohnes mit gezücktem Schwert, und standen jenen entgegen, so daß diese ihre Opfer fallen lassen und niederhalten mußten, und das Reich Jesu Christi siegen
wird.“

Engel: „Die entzückendste und liebste unserer Beschäftigungen ist, Gott anzubeten. Aber weil wir Ihn so sehr lieben, sind wir auch immer bereit, Ihm eine Freude zu machen. Wenn Gott uns nun zu einem Sünder schickt, der mit Satan verbunden ist, so tun wir dies auch gern, Gott zuliebe, doch mit großem Widerwillen, und es graust uns in Satans Nähe. Der schmerzlichste Dienst ist für uns, wenn Er uns zu guten Seelen schickt, die Gott treu dienen, um ihnen Leiden anzukündigen. Das liebste ist uns, wenn Er uns an das Sterbebett eines großen bekehrten Sünders schickt, um ihn abzuholen in die ewige Freude.“

 

249 Erster Montag im Juli 1898       249

Jesus: „Die Andacht dieser gläubigen Christen sammeln die Engel und bringen sie vor den Thron Gottes; sie alle werden aufbewahrt in diesem kostbaren Gefäß, auf dem der Herr hier ruht, und von Zeit zu Zeit kommt dieses Gefäß so in Wallung. Es ist die Liebe des Herrn und die Gebete und Andacht der Gläubigen, die das Herz Gottes so bewegen und rühren, daß Er Seine Liebe und Seine Gnadenschätze nicht zurückhalten kann. Dieses bedeutet das Sprudeln, daß von Zeit zu Zeit die Flüssigkeit ausströmt und der ganze Altar davon begossen wird. Wenn du dich recht umsiehst, wirst du sehen, daß diese Flüssigkeit in Strömen dahinfließt über das gläubige Volk, die alle davon bewässert und befeuchtet werden, das heißt, mit neuen Gnaden aus der Kirche wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.“

 

255 Erster Donnerstag im September 1898       255

Jesus: „Meine Kinder! Ihr wundert euch, daß Ich so unverhofft komme, so unerwartet Mein Werkzeug benutze. Ich will euch heute eine Freude machen. Seht, der Monat, an dessen Anfang ihr steht, an dessen Eingang, ist Meinen heiligen Engeln geweiht, und Ich komme, euch euren heiligen Schutzengel zu bringen, ihn euch vorzustellen.“

 

259 Fest des hl. Erzengels Michael 1898       259

Michael: „Es ist recht so, daß gläubige Seelen sich zusammenfinden, um ihrem Gott, ihrem Schöpfer und Herrn die Ihm gebührende Ehre zu erweisen, Ihm Dank zu sagen für alle erzeigten Wohltaten, wofür Ihm die Menschen nicht danken, Ihn zu loben, Ihn zu bitten. Denn gar viele Menschen sind unter euch und mit euch vereinigt, die es vergessen. Es ist eine Zeit, die so recht der Zeit ähnlich ist, als die Schöpfung zum ersten Mal geschüttelt werden mußte. Rein und heilig war die Schöpfung aus des Schöpfers Hand hervorgegangen, Seine Geschöpfe nämlich.

Denn das erste, was Gott erschuf, war der Himmel, und diesen bevölkerte Er mit uns, Seinen Dienern. Den Himmel gab Er uns zu unserem Palast, in dem wir herrschen und regieren sollten. Er war unser Wohnsitz, der Himmel, der Palast des Königs der Könige. In Seiner Nähe waren wir überaus glücklich und sind es jetzt noch, die treu gebliebenen Engel. Aber auch uns gab der Herr, obwohl Er uns keinen Leib erschuf wie den Menschen, den Er in die zweite Schöpfung hineingesetzt, doch unseren freien Willen. Mit diesem freien Willen sollten wir uns selbst prüfen.
Den freien Willen gab uns der Herr, damit wir wählen könnten zwischen Gut und Böse. Damals, als Gott uns erschuf, gab es noch nichts Böses. Da war alles gut aus des Schöpfers Hand hervorgegangen. Als Er aber die zweite Schöpfung plante, uns Seinen Plan darlegte und mit diesem Plan uns die Schwäche und Armseligkeit des Menschen schauen ließ, daß dieser Mensch, den Er zum König dieser Schöpfung eingesetzt und einsetzen werde, Seinen Willen mißbrauchen werde und Er somit diesen Menschen strafen müsse, da enthüllte Er uns zugleich auch den Plan, daß wir dereinstens einen Menschen anbeten sollen, einen Menschen, der zwar kein bloßer Mensch ist, durch den Er aber die menschliche Natur so erhöhen wolle, daß dieser Mensch höher hinaufsteigen könne zum Throne Gottes durch seine Mitwirkung, als die Geister der ersten Schöpfung. Und dieses war die Prüfungszeit für uns, und viele, viele bestanden sie nicht. Es fing an zu gären, und der Stolz, die erste Sünde, war geschehen.
Der ganze Himmel zitterte, so furchtbar war der Sturm, die erste große Revolution, die in der Schöpfung sich abspielte. Aber wie mit einem Schlag, wie mit einem Zauberschlag durchfuhr mein Eifer diese Schöpfung. Ich forderte alles auf, was da lebte und webte, sich mir anzuschließen und Gott dem Herrn die Ehre, die Ihm geraubte Ehre, wieder zurückzuerstatten, und es gelang uns so, daß große Feierlichkeit und Stille einzog in den Palast des himmlischen Königs, des großen Königs.
Seht, meine Kinder, nicht umsonst hat die heilige Kirche, der Heilige Geist nämlich, in der Kirche, mich als ihren Schutzherrn eingesetzt, als ihren Feldherrn. Weil ich die erste Revolution durchkämpfen mußte, so bin ich der Feldherr aller geworden, die da leben in der zweiten Schöpfung, und zu allen Zeiten, wenn sich der Sturm erhob in der Kirche, in der Welt, in der ganzen Schöpfung, in der sichtbaren Schöpfung, bin ich an die Spitze gestellt, um das Heer zu führen, das gute Heer. Aber, meine Kinder, ich bin ein unsichtbarer Feldherr und kämpfe nur mit den Geistern, mit den Seelen, und helfe nur den Seelen, denjenigen, die den geistigen Kampf kämpfen. Darum ist es billig und recht, wenn sich viele Seelen an mich anschließen und diesen geistigen Kampf mit mir führen.
Das Übel ist groß und stark geworden in der Welt und wieder ist eine Revolution in der sichtbaren Schöpfung entbrannt, wieder deshalb, weil man Gott nicht mehr anerkennen will, weil es so viele Menschen gibt, die sich sagen: ‚Ich will Gott gleich sein‘, die sich selbst zu Gott machen und keinen höheren Herrn mehr über sich anerkennen wollen. Da ist es wieder an der Zeit zu kämpfen, mit geheimen Waffen, zu kämpfen mit Geistern, wie ich gekämpft. Die geheimen Waffen sind das Gebet, das gute Beispiel der einzelnen Seelen, und wehe, wehe der katholischen Kirche, wenn sie sich entblößt sieht dieser Waffen.
Nun ist es aber so weit gekommen in jetziger Zeit, daß diese Waffen sehr abhanden gekommen sind in der Welt, und eine furchtbare Katastrophe bevorsteht dem armen Menschengeschlecht. Gottlos wie noch nie ist die Welt geworden und niemand ist da, der Rettung schaffen kann und will. Alles, alles hat sich erhoben, und voll Angst und Schrecken stehen sich die Geister gegenüber. Die Mächtigen der Erde wissen nicht mehr ein noch aus. Zitternd stehen sie da vor dem Abgrund, der sich unter ihren Füßen auftut, denn keiner ist mehr sicher seines Lebens. Zitternd steht da der Arme, Nackte und Entblößte, weil er nicht mehr gelernt hat, sein Brot zu verdienen durch der Hände Arbeit, weil er nur mit scheelem Auge nach den Glücksgütern des Reichen schaut, seines Bruders, und so viel als möglich nur genießen will. Zitternd steht er da vor seinem Elend, das er sich selbst bereitet hat.
Die Zeit ist gekommen, von der man sagt: Bruder, wie hast du dich in dem einen wahren Glauben halten, wie hast du dich retten können? Und von der eine Sybille sagt, daß der Christen so wenig seien, daß sie sich alle unter dem Schatten eines Baumes versammeln könnten. Ja, wahrhaftig, meine Kinder, die Zeit ist gekommen, denn in der ganzen Welt ist nichts als Irrtum, Unglauben und Aberglauben, und nur einen Bund hat der Herr geschlossen mit einem Volk, und das ist die Christenheit, die katholische Kirche. In ihr allein ist die Wahrheit und in ihr allein wird noch dem Herrn gedient. Aber wo sind die Christen? Abgeirrt sind sie vom rechten Weg. Die einen suchen nur noch ihr Vergnügen in der Wollust, in der Üppigkeit des Lebens, die anderen streben nur nach irdischen Gütern, um zu besitzen. Habsüchtig strecken sie die Hand nur aus nach diesem Staub dieser Erde, der in ihrer Hand zerfließt, und nur noch ein ganz kleiner Teil ist es, der Gott noch treu dient, ein ganz kleiner Teil.
Und da sollte der Herr nicht jammern, wenn Er hinein sieht in Seine Schöpfung, in das Leben so vieler Christen. Harret aus, meine Kinder, und versammelt euch recht oft, sooft der Herr euch ruft, um Ihm Sein Lob zu bringen, Sein Lob darzubringen, das Ihm gebührt. Fürchtet euch nicht! So wie es war in der ersten Revolution, wie diejenigen, die sich mir angeschlossen, den guten Kampf mit mir gekämpft und gesiegt haben, so werdet auch ihr siegen, ihr guten treuen Kinder der katholischen Kirche.
Aber ein Michael muß der katholische Priester sein, ein Michael! Er muß vor die Mächtigen der Erde treten und vor das Volk und ihm sagen: ‚Wer ist wie Gott?‘ Und fortwährend ihm sagen: ‚Wer ist wie Gott?‘ Schrecklich ist die Zeit, aber harret aus. Auf diese Zeit kommt wieder eine andere, eine gar liebliche, schöne Friedenszeit, obwohl ihr viele Lücken beweinen werdet. Aber andere kommen herbei, die diese Lücken wieder ausfüllen werden, welche die Plätze einnehmen werden, die viele unter den Christen einreißen lassen. Viele, die da abfallen vom wahren Glauben, werden ersetzt werden durch andere, welche die Gnaden des Glaubens wieder besser nützen.
So ist es überall in allen Familien in der ganzen Welt, und nur noch einzelne sind es, die nicht angesteckt sind von diesem Zeitgeist, der da alles überschwemmt hat vom Unglauben. Alles ist matt und schwach geworden. Die Völker haben das Wasser getrunken, das Wasser der Gottlosigkeit, und diese einzelnen sind es, die den Kampf kämpfen müssen, die den geistigen Kampf durchkämpfen müssen durch die Waffen des Gebetes. Sie müssen in der gottlosen Welt ein Michael sein, schnurstracks durch die Welt hindurchgehen, sich verspotten und lästern lassen von ihrer Umgebung, von ihren religiösen Pflichten nichts, aber auch nicht ein Tüpfelchen vom ‚i‘ sich abstreiten lassen und vor allem beten für die gottlose Welt, immerzu beten. Die Priester auf der Kanzel und im Beichtstuhl; der Vater, die Mutter in der Familie, die Jungfrau im Kloster und in der Welt: Ein Michael müßt ihr sein! ‚Wer ist wie Gott!‘ Dieses sei euer Losungswort! Nichts anderes soll euch etwas bedeuten als alle Verdemütigungen und Leiden, alle Verachtung und Verspottung, alle Zurücksetzung. ‚Wer ist wie Gott!‘ sei euer Losungswort.“

 

262 Erster Freitag im Oktober 1898       262

Jesus: „Mit Freuden müßt ihr alles hinnehmen, und Ich werde es eintragen lassen durch eure heiligen Schutzengel in das Buch des Lebens. Dort, wenn ihr einmal vor Mir stehen werdet und Ich das Buch des Lebens aufschlagen werde, werdet ihr alle die Spottreden, die ihr aus Liebe zu Mir gern und mit Freuden ertragen habt, mit großen goldenen Buchstaben eingezeichnet finden. Merkt es euch, Meine Kinder!“

 

277 Erster Freitag im März 1899       277

Jesus: „Durch das Gute, was durch den Übergang in andere Hände in diesem Haus noch gewirkt wird, wird noch all der Schaden tausendfach ersetzt. Es verhält sich damit so wie mit dem Sturz der Engel aus dem Himmel. Die leergewordenen Plätze wurden tausendfach ausgefüllt und Gott tausendmal mehr verherrlicht als zuvor. So wird durch jene Genossenschaft noch tausendfach gutgemacht, was jene Person, welche die ganze Welt betrogen, viele um ihr Hab und Gut gebracht und Schaden angerichtet hat. Es braucht aber niemand dafür zu sorgen, ob Ich und wann Meine Gerechtigkeit gegen sie einschreitet; das sind ihre Sachen nicht und braucht sich niemand darum zu bekümmern. Übrigens hat sie Meine gerechte Hand schon erfaßt, sie ist bereits Meiner Gerechtigkeit verfallen. Ich habe aber auch Macht, alle diejenigen zu belohnen und zu entschädigen, die durch sie Schaden erlitten haben, hier in dieser Welt schon und dereinst in der Ewigkeit. Satan aber bleibt Satan, wenn es auch jetzt zum Guten gelenkt wird.“

 

280 Freitag vor der Karwoche 1899       280

Maria: „Du, Meine Kleine, gehe nur hin zu deinem Bischof und fürchte dich nicht. Zuvor aber will Ich dir sagen, welch eine Bedeutung der jungfräuliche Stand für die Kirche hat. Als Gott den Himmel erschuf, da erschuf Er die Engel einerlei Geschlechtes. Als Er aber die Welt erschuf, da erschuf Er verschiedene Geschöpfe, Tiere und Menschen. Die Menschen, obwohl die vornehmsten Geschöpfe, hat er dem Tiere ähnlich gemacht und hat bei allen verschiedene Geschlechter erschaffen, weil sie sich durch Abstammung fortpflanzen sollten.

Einige Tiere haben zwar auch Verstand, aber nicht göttlichen Ursprungs und so erhaben wie der Mensch. Gott wollte aber auch, daß die Menschen den Engeln ähnlich seien; deshalb erschuf Er den jungfräulichen Stand, um so ein Stück Himmel auf die Erde zu verpflanzen, ein Stück Paradies. Darum hat Er bestimmt, daß die Priester jungfräulich leben müssen, und alle, die Meinem Sohn besonders treu dienen wollen, müssen ein jungfräuliches Leben führen.
Seht, Ich bin die Königin der Jungfrauen. Mein Sohn hat die Kirche am Kreuze geboren durch Sein kostbares Blut, und Ich hielt aus unter dem Kreuz, bis die Erlösung vollbracht war. Da gebar Ich den jungfräulichen Stand. Ich bin euer Vorbild, dem ihr nachstreben sollt, und ihr seid Meine Nachbilder.
So wie Ich Meinen Sohn auf den Kalvarienberg begleitete und aushielt unter dem Kreuz, so sollt ihr der Kirche das Kreuz tragen helfen und die Kirche stützen helfen. Das ist eure Aufgabe: Gut und Blut einzusetzen für die Kirche, wenn es eine wahre Jungfrau ist.

Der Ehestand soll fortbestehen bis zum Ende der Welt, damit auch der jungfräuliche Stand, der aus ihm hervorgeht, fortbestehen kann. Aber der jungfräuliche Stand soll den Ehestand adeln durch sein gutes Beispiel. Nur diejenigen sind Jungfrauen, die auch so leben. Saget eurem Beichtvater, er möge sich erinnern, wie Ich in der heiligen Osternacht auf das Geheiß Meines unsichtbaren Engels Mich auf den Weg machte, und zwar allein, ohne Begleitung, um Meinem Sohn entgegenzugehen, und er möge euch doch erlauben, in der Osternacht auch Meinen Sohn mit Mir zu suchen.“
Als Gott den Himmel erschaffen, erschuf Er die Ihm dienenden Geister einerlei Geschlechtes. Als Er aber die Welt erschaffen, erschuf Er die Menschen, die Ihm auf Erden dienen sollten wie im Himmel die Engel, beiderlei Geschlechtes, weil Er den Menschen niederer als die Engel, aber doch erhabener als die übrigen Geschöpfe erschaffen wollte. Der Mensch hat einen Leib, der dem Tiere ähnlich ist, durch diese Ähnlichkeit mit dem Tier hat er auch tierische Begierden. Die Seele des Menschen ist dagegen Gott ähnlich und hat somit auch Anteil am Dienste der Engel. Weil aber der Mensch sündigte infolge dieses tierischen Leibes, wäre er nie imstande gewesen, je einmal unter den Engeln Gott anzubeten. Um dieses tun zu können, mußte erst das Leben der Engel auf die Erde verpflanzt werden. Dies geschah durch Seinen eingeborenen Sohn. Als Er den Menschen den Himmel erschließen wollte, nahm Er auch dieses engelsgleiche Leben mit auf die Erde.
In einem jungfräulichen Schoß wollte Er die verfluchte Erde betreten und mit Gott wieder aussöhnen. Ich war die erste jungfräuliche Seele, und unter dem Kreuz habe Ich diesen Stand geboren. Als Mein Sohn mich dem jungfräulichen Johannes übergab, da wurde Ich die Königin der jungfräulichen Seelen. Erst von der Zeit an, als Mein Sohn Seine Kirche stiften wollte, brachte Er den vom Himmel stammenden jungfräulichen Stand mit und alle, die Er als Erstlingsfrucht für Sich erwählt, müssen jungfräulich leben. Er will aber auch den Ehestand adeln und reinigen. Damit Seine Kirche wieder erstrahle in Hoheit und Majestät, darum verlangt Er die Hebung des jungfräulichen Standes.“

 

281 Gründonnerstag 1899       281

Jesus: „Die Liebe ist das Größte im Himmel und auf Erden; die Liebe ist etwas, was nicht mehr zu finden ist. Und weil Ich die Liebe vervielfältigen wollte unter euch, deshalb habe Ich den Himmel mit seinen Bewohnern erschaffen; denn die Liebe verlangt, sich mitzuteilen. Aus Liebe habe Ich die Erde erschaffen, mit den Menschen. Weil nun aber diese Geschöpfe ewig, ewig mit Mir herrschen sollen, so verlangte Meine Gerechtigkeit, daß Ich sie einer Prüfung unterwerfe. Den Engeln gab Ich nur eine kurze Bedenkzeit, weil sie Mich von Angesicht zu Angesicht schauten; für den Menschen dauert diese Prüfungszeit das ganze Leben. Warum, o Mensch, darf Ich Mir nicht vorbehalten, daß du, solange dein Leben dauert, den Glauben bewahren mußt? Du schaust Mich nur verhüllt wie durch einen Schleier, weil Ich niemand das Verdienst des Glaubens rauben will. Steht Mir nicht das Recht zu, von dem Menschen den Glauben zu verlangen?

Luzifer stürzte Ich im entscheidenden Augenblick, als er sich wider Mich empörte, hinunter, und Ich mußte, obwohl mit großem Schmerz, die Hölle erschaffen. Das wirft Mir Luzifer beständig vor, daß Ich ihm keine Bedenkzeit gegeben, und daß der Mensch sooft sündigt und sooft zu Mir zurückkehren kann, während er doch an Macht und Erkenntnis den Menschen überragte.
Bis die Plätze der Engel aufgefüllt sind, wird noch viel Zeit vorübergehen. Deswegen werde Ich von Zeit zu Zeit Seelen erwecken, um die Menschen zu warnen und an Mich zu ziehen. Ich komme fast jede Woche oder noch öfters zu dir, wie in diesen Tagen, wo Ich euch ansporne durch die fortwährende Ermunterung, und keine von euch und all jenen, die sich an euch anschließen, von dem Pesthauch der Sünde angesteckt wird. Euer Gebet wird durch die Anregung viel inniger und ihr erlangt große Gnaden.“

 

284 Am 14. April 1899       284

Jesus: Du aber, christliche Jungfrau, christlicher Jüngling, obwohl der Ehestand erhaben und von Mir eingesetzt ist, den Himmel zu bevölkern, so will Ich dir sagen, wie himmelweit der Unterschied ist zwischen dem Ehestand und dem jungfräulichen Stand. So weit wie der Himmel von der Erde, so hoch steht der jungfräuliche Stand über dem Ehestand; denn die Jungfrau steht über den Engeln. Die Engel können nicht sündigen, weil sie keinen Leib haben; die Jungfrau könnte sündigen, aber sie tut es nicht. Dieser Stand ist so hoch, daß er auf der Erde nicht existieren konnte, ehe Mein Blut nicht geflossen auf Golgotha. Erst mußte die verfluchte Erde gereinigt werden. So groß ist die Erhabenheit des jungfräulichen Standes.

Mein heiliger Nährvater kümmerte sich um nichts als um seine Familie. Als ihm der Engel im Traum erschien, nur im Traum, und ihm sagte, daß er fliehen sollte, fragte er nicht lange; denn er hätte auch sagen können: ‚Du hast mir den Sohn Gottes anvertraut und könntest Ihn auch in diesem Lande ernähren.‘ Aber daran dachte er nicht. Er ging hin und weckte seine jungfräuliche Braut. Er scheute nicht die Dunkelheit der Nacht und die Hindernisse, die ihm in den Weg kamen.

Wie die Krankheiten, so zieht sich auch der Pesthauch der Sünde und des Unglaubens von der Stadt auf das Land. Luzifer macht Mir Vorwürfe, daß Ich mit diesen armseligen Wesen, die ihr ganzes Leben sündigen, mehr Nachsicht habe als mit ihm. Diese Menschen haben einen Leib und können sündigen. Die Engel jedoch sind Geister und haben keinen Leib, und Ich habe bei ihrer Erschaffung ihnen die Erkenntnis Gottes mitgeteilt. Luzifer wollte über Mir sein. Im selben Augenblick stürzte Ich ihn hinab, und im gleichen Augenblick war die Hölle geschaffen. Ihr müßt aber nicht denken, daß dies ein großer Streit war, nein, es war nur ein Gedankenstreit.

Es sind auch Wölfe in euren Gemeinden, die in Schafskleidern einhergehen und das Gift des Unglaubens unter euch ausstreuen, ohne daß ihr es merkt. Der jungfräuliche Stand ist so hoch erhaben über den Ehestand, als der Himmel über der Erde erhaben ist. Den jungfräulichen Stand hat Meine Mutter unter dem Kreuz geboren. Da Ich jetzt eingegangen bin in die Herrlichkeit und nicht mehr unter euch Menschen sein kann, darum habe Ich Mir Seelen auserwählt, die das Wort Gottes an euch richten. Derselbe Geist, Der hier in dieser Dienerin spricht, derselbe Geist spricht auch im Heiligen Vater. Ihr alle müßt den Kreuzweg gehen wie Ich; denn wenn es einen anderen Weg gäbe, der zum Himmel führt, so wäre Ich ihn gewandelt und Meine heilige Mutter. Der Ehestand ist eingesetzt, damit die Menschheit nicht aussterbe, und daß die Plätze der Engel wieder ausgefüllt werden. Nun, Meine Kinder, lebet wohl und bewahrt diese Worte, die Ich an euch gerichtet habe. Und wenn es wieder einmal Zeit ist, so werde Ich euch diese Meine Dienerin schicken, um euch zu trösten.“

 

287 Letzter Freitag im April 1899       287

Maria: „Meine Kinder! O welche Freude für die Engel, wenn überall, wo diese Seelen stehen, die da die Schriften lesen, sie die Kinder um sich versammeln, die Jungfrauen sich versammeln, wo auch der alte Großvater sich anschließt und das alte Großmütterchen, und mit vereinter Stimme Mein Lob singen. Da ist der Himmel weit geöffnet, und die Schutzengel tragen die Gebete und die Lobgesänge vor den Thron Meines Sohnes und der Heiligsten Dreifaltigkeit.“

 

290 Vigil vor Pfingsten 1899       290

Jesus: „Seht hinein in Meine Kirche: Die große Verwirrung der Geister! Fast scheint es, als wollte sich alles auflösen, alles sich widersprechen. Aber werdet nicht mutlos, vertrauet auf Mich. Dieses, was Ich schon längst vorhergesagt, geht nach und nach in die Wirklichkeit über. Es braucht nicht Blut zu fließen und doch wird Krieg sein. Wie der erste Streit, der im Himmel vor sich ging, der furchtbarste war, der je sich in der Schöpfung vollzog; so ähnlich ist der Kampf, der entbrannt ist in der Welt unter den Geistern. Der Geist der Finsternis streitet mit dem Engel des Lichtes, und die guten, gläubigen Katholiken können und dürfen sich nicht viel nach rechts und links umsehen, sonst werden sie irre!“

 

292 Vigil vom Fronleichnamsfest 1899       292

Jesus: „Ja, das ist so, Meine Kinder! Darum hinweg alle Hindernisse, die in irgend etwas eure Freude trüben könnten. Seht, stolz bin Ich darauf, stolz bin Ich auf Meine guten Kinder. Ist ja der Vater, wenn er seine Söhne betrachtet, seine Töchter betrachtet, die gut geblieben, gut erzogen sind, stolz darauf. Warum sollte nicht auch Ich stolz sein auf Meine Kinder, und Ich feiere mit dem ganzen himmlischen Hof das Fronleichnamsfest herzinniglich mit ihnen. Der ganze Himmel vereinigt sich mit den guten und treuen Kindern der Welt, um ihnen Mut einzusprechen, um sie zu begeistern an dieser Feier, und die Schutzengel, wie sind sie beschäftigt, wie stolz schreiten sie einher neben ihren Schützlingen, die teilnehmen an der Fronleichnamsprozession. Und diejenigen, die so gern sich anschließen möchten, und deren Pflichten sie abhalten davon, wie gehen die Schutzengel dieser Seelen mit und vertreten die Stelle dieser Schützlinge, zwar traurig, weil sie wissen, daß ihre Schützlinge so gerne sich beteiligen möchten und können es nicht, aber um so eifriger stimmen sie ein in den Lobgesang, den die übrigen Mir darbringen. Darum freuet euch; denn auch Ich freue Mich und Ich bin stolz auf Meine Kinder.“

 

296 Dritter Freitag im Juni 1899       296

Jesus: „Seht, Meine Kinder, euch allen rufe Ich zu, ihr, die ihr vor Meinem Thron kniet wie die Seraphim, und die Engel auf Erden sein sollt, und weil Ich die Welt anlocken und anziehen will, weil Ich die ganze Welt, alle guten, treuen Christen herbeiführen möchte vor das Allerheiligste Sakrament, weil es Mein Wille ist, und Ich diesen Willen Meiner Kirche kundtue, daß Ich die Christen um Mich geschart wissen will, um Meine Altäre, und ihr die Stellvertreter all dieser Christen seid, ihr seid die Vertreter der Menschheit in der Schöpfung. Wie die Engel im Himmel Mich anbeten Tag und Nacht, so seid ihr um Meine Altäre geschart Tag und Nacht, um die sündige Menschheit zu vertreten.“

 

303 Dritter Freitag im Juli 1899       303

Jesus: „Was diese Felsenhöhle ist, wohin die Engel sie getragen, diese liebe, heilige Magdalena, Meine Kinder, das sind die verschiedenen beschaulichen Orden der unbeschuhten Karmelitinnen. Ich habe euch hingeführt, Meine Kinder, um euch zu zeigen, wo Meine heilige Maria Magdalena jetzt noch wohnt, Meine geliebte Braut, die liebste zu damaliger Zeit; denn unter all den Aposteln in ihrer großen Wirksamkeit, all den lieben Jüngern und Jüngerinnen, die mit Mir zur selben Zeit gelebt, und die nachher, als Ich eingegangen war zu Meinem himmlischen Vater, das Werk der Erlösung fortsetzen mußten, die Kirche ausbreiteten in der ganzen Welt, die Seelen Mir zuführten, war Meine liebe Maria Magdalena Mir doch die liebste.

Zu keinem Meiner Apostel und Jünger und Jüngerinnen fühlte Ich Mich so hingezogen, wie zu dieser einen Jüngerin, obwohl sie vorher eine große Sünderin gewesen. Warum, werdet ihr Mich fragen, Meine Kinder? Damit wollte Ich der Welt zeigen, Meine Kinder, daß, obwohl Ich das Menschengeschlecht erschaffen habe, um durch sie den Himmel zu bevölkern, das gefallene Engelreich wieder herzustellen, die Lücken wieder auszufüllen durch das Menschengeschlecht und Ich deswegen will, daß das Menschengeschlecht sich vermehren muß und vermehren soll, solange die Welt besteht, auf daß dieses Reich der Engel immer mehr erweitert werden kann, Ich aber doch wollte, daß dieses Reich der Engel auch schon hier auf Erden vertreten sei, und solche engelreine Seelen machen Mir mehr Freude, als alle Menschen auf der ganzen Welt zusammen.
Sie ziehen Mich herab, mit ihnen muß Ich verkehren, ihnen muß Ich Meine Gnadenschätze eröffnen; durch sie will Ich zu anderen reden. Sie sind diejenigen, die Mir Abbitte und Sühne leisten, die den Arm Meiner göttlichen Gerechtigkeit aufhalten und besänftigen und der gesamten Menschheit mehr nützen dadurch, durch ihre Gebete, durch ihre Beschauungen und innige Vereinigung mit Mir, als alle Menschen auf der ganzen Welt zusammen; denn sie sind die Werkzeuge, in denen das Opferleben fortgesetzt und erneuert wird, das Opferleben Meiner Selbst auf den Altären.“

 

304 Vierter Freitag im Juli 1899       304

Jesus: „Euch, Meine Kinder, die Ich zurückgeführt aus dem verderbten Weltleben in die stille Klostermauer, sage Ich, daß Ich dieses nur getan, um Ersatz und Sühne zu haben, was die Welt Mir verweigert. Genug, daß man in der Welt nichts mehr weiß von einem Engel-Gottesdienst. Darum habe Ich euch hingeführt, wo Mir noch so gedient wird, wie Ich es wünsche.“

 

310 Dritter Freitag im August 1899       310

Jesus: „Meine Kinder! Ich bin gekommen, euch zu ermuntern. Seht, Ich bin es, Der diese, eure Freundin, euch zugeführt, gerade in der Oktav, wo Meine heilige Mutter aufgenommen wurde in den Himmel. Alles hat seine wichtige Bedeutung, alles, bei jedem Schritt, den ihr macht, ist ein heiliger Engel, der euch begleitet, der unsichtbar eure Schritte lenkt.“

 

311 Vierter Freitag im August 1899       311

Jesus: „Weil es Mir aber lieber ist, wenn sie Meiner Stimme folgt, ließ Ich sie die Schwäche fühlen. Sie schickte ihren Schutzengel in die Kirche, um der heiligen Messe beizuwohnen. Da zeigte Ich ihr das Erdreich, wie es erneuert werden soll.“

Barbara:O ich danke dir, lieber heiliger Erzengel Michael, mit all den heiligen Engeln. O stehe uns bei, wenn wir die Wallfahrten machen, daß uns die bösen Menschen nicht schaden können.“

Michael: „Das ist eine der Aufgaben, warum ich komme. Siehe, als die Engel anfingen zu sündigen, als zum ersten Mal der Kampf sich erhob gegen den Schöpfer, da trat ich auf, um meinem Schöpfer Recht zu schaffen. Ich zog durch die Himmel wie ein Blitz und fragte alle Bewohner: ‚Wer ist wie Gott?‘ Mit diesem einen Schlagwort zeigte sich der Kampf, der da wütete unter den Geschöpfen, zum ersten Male unter den Geschöpfen.

Meine Brüder, meine Schwestern! Ist es denkbar, daß es Geschöpfe geben sollte, die sich auflehnen gegen den Schöpfer? Und doch war dieses in der ersten Schöpfung schon der Fall, und ihr, die ihr minder geschaffen seid, denn ihr seid ja aus der Erde genommen, tragt ja einen Teil der Erde mit euch herum zum Zeichen, zur Erinnerung, daß ihr ja nicht vergeßt, woher ihr stammt und wohin ihr geht. Seht, dieser arme Leib, der da aus der Erde genommen, er stammt aus der Erde und geht wieder zur Erde zurück und doch, ist es möglich, muß man fragen, daß dieses Geschlecht sich auflehne gegen seinen Schöpfer? Die Zeit ist gekommen, wo der Kampf wütend und mächtig entbrannt ist. Es muß einen Michael geben, der durch diese Schöpfung zieht und die Geschöpfe fragt: ‚Wer ist wie Gott?‘
Darum fürchtet euch nicht, meine Kinder! Seht diesen Schild, mit dem ich abgebildet werde, er ist und soll und muß der Schild sein, der euch waffnet. Der Starkmut ist es, einen Löwenmut müßt ihr haben, einen tiefen Glauben müßt ihr haben.
Denn weil wir nicht zu glauben brauchten, wir sahen ja unseren Schöpfer von Angesicht zu Angesicht, deswegen wurden diejenigen, die da von Angesicht zu Angesicht diesen Gott schauen, diesen ihren Erschaffer, plötzlich und urplötzlich hinabgestürzt in den Abgrund, gestraft auf ewig und ewig, auf immer und ewig! Deswegen hat der Herr so viel Nachsicht mit euch, daß eure Prüfung eine ganze lange Lebenszeit dauert. Deswegen müßt ihr im Glauben euch bewähren, und am Glauben wollen so viele Geschöpfe Schiffbruch leiden.
Diesen einen Prüfungsstein wollen sie hinwegwerfen, der da ist der Glaube. Wir brauchten keine lange Prüfungszeit, wir schauten unseren Schöpfer; ihr aber, die ihr aus der Erde herausgenommen, mit euch hat Er Nachsicht. O danket dafür, daß Er euch eine ganze lange Lebenszeit zur Prüfungszeit gesetzt, damit ihr die Räume einnehmen könnt, die die Engel sich verscherzten durch die Empörung gegen den Schöpfer. Gehet hin und sagt es euren Brüdern und Schwestern, daß wir jedesmal mit euch ziehen, wenn ihr hinauszieht, wenn ein Lied oder Gespräch angestimmt wird, daß wir sofort uns mit euch in Verbindung setzen. Was die katholische Kirche lehrt, ist so tief wahr, daß kein Tüpfelchen auf dem ‚i‘ fehlt.
Wenn eine Seele erleuchtet vom Heiligen Geiste Gottes hindurchschaut durch diesen Schleier, der da den Kindern der Kirche vorgehalten ist, denn jedes katholische Kind schaut wie durch einen Schleier, das ist der Glaube, hie und da erweckt der Herr eine Seele, wo Er den Schleier ein wenig hinwegzieht, und sie schaut mehr als andere, wie dies hier der Fall ist, dann schaut diese die Verbindung der triumphierenden Kirche mit der streitenden Kirche auf Erden. Überall ist die streitende Kirche vereinigt mit der triumphierenden Kirche, ja selbst hinüber in die leidende Kirche geht die Verbindung der triumphierenden Kirche, obwohl sie nichts mehr wirken kann.
Der höchste Seraph, ja selbst die höchste Majestät, Gottes Sohn Selbst, Der euer Bruder geworden ist, Er kann nicht mehr wirken in die leidende Kirche hinein, weil Seine Gerechtigkeit in Kraft getreten ist, und Er diese ihrem Schicksal überlassen muß. Sie muß erst die Schlacken, die sie an sich hat, hinwegbüßen, dann erst vereinigt Er sie mit der triumphierenden Kirche. Deswegen vereinigen wir uns mit der streitenden Kirche. Hier geht es Hand in Hand. Wir bearbeiten die streitende Kirche, damit diese recht viel verdienen für unsere Brüder und Schwestern, die die leidende Kirche ausmachen, und so findet ein beständiger Austausch statt, so daß ein beständiger Wechsel in Kraft gehen kann, wie bei einer Maschine Rad in Rad greift, damit das ganze Werk ihrem Endziel entgegengeht.
Das ist die große Maschine der streitenden und triumphierenden Kirche, sie erzeugt ein und dasselbe: Die Ehre ihres allmächtigen Gottes. Der Zweck dieser einen Maschine ist die Ehre ihres großen, allmächtigen Gottes, und diese Maschine dreht sich Hand in Hand. Die leidende, streitende und triumphierende Kirche ist die eine Maschine, welche die große Verherrlichung Gottes ausmacht. Darum freuet euch, daß ihr wißt, daß, wenn ein guter Gedanke euch in den Sinn kommt, wir uns jedesmal freuen, wenn wir etwas hinzutragen haben. Wenn ihr euch angetrieben fühlt, Almosen zu geben, zu beten, gute Werke zu gründen, so denkt, ihr wollt es besonders der leidenden Kirche zuwenden, damit dieser Austausch um so mächtiger wird. Je mehr ihr über euch hinweggeht und eure Brüder bedenkt, desto mehr wird Gott verherrlicht. Je mehr ihr an euch denkt und euch in den Vordergrund stellt, sei es auch eure Heiligung, desto weniger wird Gott verherrlicht und desto weniger Verdienst habt ihr.
Wenn ihr aber denkt, ich will mich bestreben, ein Heiliger, eine Heilige zu werden, nicht nur den gewöhnlichen Christenweg zu gehen, sondern mehr zu tun, um näher zu Gott zu kommen, ich will aber alle meine Verdienste den Armen Seelen schenken und auf mich verzichten, und sie jenen zukommen lassen, die der Herr schon zu Sich gerufen, dann habt ihr immer doppeltes Verdienst, es schadet euch nichts, ihr gewinnt doppelt, weil ihr doppelt die Ehre Gottes befördert. Erstens habt ihr Verdienste durch eure Barmherzigkeit und Demut, zweitens Seine Ehre wird um so mehr befördert und gehoben, sooft eine Seele in den Himmel eingeht; denn es wird jedesmal die Ehre Gottes um einen Grad vermehrt, denn dann gibt es ein Geschöpf, das die Stelle eines gefallenen Engels einnimmt.
Darum, meine Kinder, werdet nicht müde, arbeitet an euch, geht hin, wo der Herr euch hinschickt, denn ihr wißt, obwohl anders geschaffen als wir, sollt ihr dereinst dieselbe Stelle einnehmen, mächtige Herrscher, Könige und Kaiser, Prinzessinnen sollt ihr sein. Nicht wahr, der Herr sagte dir am Mittwoch, ihr seid Prinzessinnen des einen, großen Königs, dem ihr hier auf Erden dient und entgegengeht, um dort mit Ihm zu herrschen und ewig mit Ihm zu triumphieren.“

 

312 Herz-Jesu-Freitag am 1. September 1899       312

Jesus: „Die Sinnlichkeit war die erste Sünde. Diese ist von Adam auf alle Menschen übergegangen. Deswegen sind diejenigen, die diese Lüste niederkämpfen in sich, Meine auserwählten Kinder, diejenigen, in die Ich herabsteige, und in denen Ich wohne bis zum Ende der Tage. Aber weil Ich auch den Ehestand eingesetzt habe zur Fortpflanzung des Menschengeschlechtes, weil er bestimmt ist, die Lücken auszufüllen, die die gefallenen Engel Mir bereitet, habe Ich so eine Heilsanstalt getroffen, um den Ehestand zu heiligen und zu adeln.“

 

315 Vigil von Mariä Geburt 1899       315

Maria: „So habt auch ihr, Meine Töchter, unsichtbare Geister in eurer Nähe gehabt, die euch hierher begleiteten, und die euch wieder hinwegführen. Nehmt euch in acht, daß der Sturm euch nicht erfaßt und nicht abschüttelt. Bedenket immer, daß ein Engel in eurer Nähe steht und alle eure Schritte zählt, alle die Worte zählt, die ihr aufschreibt, und die ihr miteinander besprecht. Und wenn ihr euch unterhaltet über die Reden, die Mein Sohn führt mit Meiner Kleinen und durch sie zu euch, dann wißt, daß ihr jedesmal einen Akt der Liebe erweckt, sooft ihr euch daran erinnert; und sooft ihr darüber redet, ist dies gerade so, wie Ich es tat unter den Aposteln und unter den Jüngern Meines Sohnes. So wie wir uns dort befestigten im Glauben, in der Liebe, in der Demut und in all den Tugenden, so müßt ihr euch fortwährend gegenseitig befestigen. Diejenigen, die da noch schwach und klein sind, sie sollen sich anschließen und zu wachsen sich bestreben, sie sollen sich Mühe geben und nicht gar so schlaff dahingehen, als ob der Himmel, wie die heutige Welt sagt, gar so leicht zu finden wäre.
Siehe, als Mein göttliches Kind geboren war, und die Heiligen Drei Könige sich in dem Stall vorfanden und Mir sowie Meinem Bräutigam und dem göttlichen Kind ihre Huldigung dargebracht hatten, zogen sie wieder hinweg. Und als der Engel kam, kam er nicht zu Mir. War es nicht eine Prüfung? Bin Ich doch die Mutter des Allerhöchsten; hatte Ich doch in Meinen Armen dieses liebe Kind, dieses göttliche Kind. Und doch kommt der Engel zu Meinem Bräutigam, und Ich muß ganz dunkel Meinem Bräutigam folgen; Ich muß Mich unterwerfen. Ich weiß nicht, wohin es geht. Wir mußten fliehen, dunkel war der Weg, Ich wußte nur, daß Ich den Schatz, den höchsten Schatz, auf Meinen Armen trug, aber damit war alles fertig.
Liebes Kind! Folge deiner Mutter, gehe morgen früh beichten; wenn es aber nicht sein kann, weil das Mädchen fort geht, so gehe Sonntag. Schicke deinen Schutzengel voraus mit einem Strauß Blumen mit
Meinen Tugenden an die Kommunionbank, und du wirst sehen, welch
eine glückliche Kommunion du hast. Ich verspreche es dir.“

 

317 Vierter Freitag im September 1899       317

Jesus: „Meine Kinder! Ja, ja, es ist recht und billig, sich zu verdemütigen. Ich stelle dir deinen Schutzengel vor, um dich daran zu erinnern, wieviel in den Augen Gottes eine Seele wert ist, und was Ich bezwecken will mit dem Menschengeschlecht. Es ist recht, daß du dich verdemütigst, um vielen zu zeigen, mit welcher Armseligkeit Ich es zu tun habe, welch armselige Person du bist, die Ich Mir ausgewählt unter so vielen Menschen, unter so viel Tausenden von Menschen, um durch sie anderen Meine Güte und Barmherzigkeit zu zeigen.

Als Ich den Himmel erschuf mit den Engeln zu Meiner Ehre und Verherrlichung, als Ich den Engeln befohlen hatte, die Schutzgeister, die Führer des Menschengeschlechtes zu sein und zu werden, da erhob sich dieser Engel gegen Meine Majestät; denn als Ich den Plan vorlegte, den Ich vorhatte, die Welt zu erschaffen, da besprach Ich mit Meiner Umgebung den ganzen Plan Meiner unendlichen Liebe und Weisheit, und der Engel erkannte, daß er, der hohe, mächtige Geist, zum Dienst auserkoren sein solle eines so armseligen Geschöpfes, das doch weit, weit unter ihm stehen soll. Und das empörte diesen stolzen Geist. Nicht war es der Gedanke allein, daß er Mir gleich sein wollte, es war vielmehr die Demütigung, die darin lag und liegt, daß dieser Geist, der doch Mein Angesicht schaut von Ewigkeit zu Ewigkeit, zum Dienste eines so armseligen Erdenwürmleins bestimmt werden soll, und daß ein Gott diesen armseligen Menschen so bevorzugte, daß Er Sich ihm gleichmachen wolle, daß Er seine Gestalt annehmen wolle, und dieser Engel, dieser hohe Himmelsfürst, diesen Menschen, diesen Gottmenschen anbeten solle dereinst. Das empörte ihn, und es entstand der Streit.
Seht nun Meine Kinder, weil Ich diesen Meinem Himmelsfürsten Ehre schuldig bin, will Ich zum vorhergehenden Fest und im voraus auf das kommende Fest des heiligen Erzengels Michael diese Belehrung geben über die Größe und Bedeutung der heiligen Engel, damit ihr eure lieben Schutzengel recht ehren und verherrlichen möchtet, ihr alle und alle, die es lesen und hören. So wie nun aber dadurch, daß diese Engel, Michael an der Spitze, und alle, die sich an ihn anschlossen, Mir die geraubte Ehre ersetzten, die Luzifer und sein Anhang Mir hinwegnahmen, und so die Freude um so größer war, als Ich sah, mit welcher Entschiedenheit dieser Engel Meine Ehre, die Ehre des Dreieinigen Gottes verteidigte, so freute Mich dieses mehr, als der Schmerz Mir zufügte und zusetzte, den Luzifer und sein Anhang Mir antat.
Seht, Meine Kinder, damit komme Ich dann zu Meiner Schöpfung, zu Meiner zweiten Schöpfung. Ich habe die Welt erschaffen und den König, den Menschen als König hineingesetzt. Dieser Mensch ist aber stolz geworden, er verweigert Mir seine Anbetung, weswegen Ich ihn doch erschuf.
Darum, Meine Kinder, ist oft der Zorn Gottes so entbrannt und herausgefordert, daß er hinabschleudern möchte dieses ganze Menschengeschlecht in den Abgrund, wie einst Luzifer und seinen Anhang. Aber zu allen Zeiten gibt es und gab es Seelen, die sich, gleich einem Erzengel Michael, dann Mühe geben, die geraubte Ehre Mir zu ersetzen, und wenn es einmal keine mehr gäbe, müßte die Welt zugrunde gehen. Darum freut euch, Meine Kinder, freut euch! Auch ihr sollt Michael heißen, auch ihr sollt der Menschheit sagen: ‚Wer ist wie Gott!‘. Ihr sollt dahingehen, nicht nach rechts und nicht nach links euch umsehen, was die Menschen von euch denken und halten. Michaele sollt ihr sein, mit blitzendem Schwert, mit feurigem Schwert, mit dem Schild des Glaubens, mit dem Anker der Hoffnung sollt ihr durch das Leben gehen, mit feurigem Schwert, das heißt mit Feuereifer hinausziehen unter die Menschen, mit dem Schild des Glaubens.
Alles, was Ich von euch verlange, Glauben! Denn solange ihr nicht abweichet von den Geboten Gottes und der Kirche, müßt ihr glauben, gegen alles, was andere euch vorwerfen, den Anker der Hoffnung fest einhängen, daß einmal eine Zeit kommen wird, wo alles euch klar wird; jetzt im Dunkeln wandeln, damit dereinst, wenn der volle Tag anbricht, ihr mit einem Male, mit Blitzesschnelle alles durchschauen werdet, was euch jetzt dunkel und unaufgeklärt vorkommt.
Ihr alle Meine Kinder in den verschiedenen Orden, ja, ja, fahret fort, so eifrig Mir zu dienen, ihr alle sollt Michael sein; ihr sollt sein die Engel auf Erden. So wie Ich um der guten Engel willen den Schmerz vergessen, den die bösen Engel Mir zufügten, so will Ich um der Guten willen, die hier auf Erden leben, all den Schmerz, all die Schmach vergessen, die andere Mir zufügen. Seht, das muß euch genügen.
Und nun, Meine Kinder, seht euch um, wie viele es gibt, die Michael sein wollen in dieser Meiner Schöpfung, die auch unter den anderen Menschen verachtet sein wollen, zurückgesetzt. Seht, als der Erzengel Michael dahinflog, unter seinen Brüdern, da schossen die Blicke verächtlich auf ihn. Dieser, sagten sie sich, will ein Sonderling sein, will sich nicht uns anschließen. Dieser will den Plan Gottes bestätigen, damit er eine Prämie erlangt von diesem Gott. Dieser will diesen armseligen Menschen, wie es scheint, dereinstens anbeten. Auf, laßt uns ihn hassen, verachten! Und mit Schmachworten ging es durch den ganzen Himmel auf diesen Michael, und Millionen und Abermillionen schlossen sich zusammen, und sie alle haßten und verachteten diesen Michael und seine Genossen.

 

318 Fest hl. Erzengel Michael am 27. September 1899       318

Michael: „Gelobt sei Jesus Christus! Teure Schwestern in Jesus unserem Herrn, vor dessen Angesicht ich stehe, den ich anbete Tag und Nacht, gesendet von Ihm, dem Dreieinigen Gott, komme ich, um euch mitzuteilen, daß es ja freilich wahr ist, daß die Welt noch nie so darniederlag wie in jetziger Stunde, aber ich bin gekommen, um euch zu berichten, daß aber auch noch nie so gearbeitet wurde in der heiligen katholischen Kirche, daß noch nie der Glaube sich so entfaltete und entwickelte unter den guten, treuen Seelen wie in jetziger Stunde, daß der Zorn Gottes, der so sehr herausgefordert und beschworen durch die gottlose Welt, immer und immer wieder aufgehalten ist und wird und besänftigt wird durch die Energie, durch die Kraft und den Mut und die Entschlossenheit derjenigen, die sich zum Ziel gesetzt, die Welt zu versöhnen. Ja, ja, meine Schwestern, es ist sehr zu beklagen, daß die Welt gottlos geworden ist, daß das Heidentum zum Sieg gelangt ist wie noch nie, das neue Heidentum. Unter diesem Heidentum aber stehen die Christen, die auserwählten Kinder der katholischen Kirche, der allein wahren seligmachenden Kirche, und mit einem Feuereifer, mit einem Mut, helfen sie das Steuerruder Petri zu regieren, daß es nie und nimmer wanken wird.

Nein, meine Kinder, es fährt dahin auf den Wellen des Meeres des Lebens; rechts und links schlagen die Wellen hoch empor bis zum Firmament des Himmels, um dieses Schifflein zu zertrümmern, es hinwegzuschwemmen von der Welt, aber um so feuriger fährt es dahin hoch über all diesen Wellen, ob sie rechts und links schäumend hoch ihre Wogen dagegen schleudern, das Schifflein Petri wankt nicht; denn der Steuermann, der am Ruder steht, hat viele Helfershelfer, die ihn unterstützen, und das ist es, warum die Feinde alles aufbieten, warum sie jetzt mit Spott und Hohn dieses Schifflein besudeln wollen, um denjenigen, die mit ihm halten, alles zu verleiden, um denjenigen, die gegen ihn sind, dieses Schifflein zu verdächtigen, damit ja niemand sich dazu verstehen will, einzustehen für die Rechte der heiligen katholischen Kirche.
Alles umsonst, alles umsonst, meine Kinder! Eure Häupter werden zerschellen am Schifflein Petri. Ihr alle, die ihr Böses sinnt, auf euren Trümmern wird die Kirche Jesu Christi erbaut werden, auf den Trümmern derjenigen, die da wähnen, die Kirche zu vernichten. Ich habe den Auftrag von meinem Herrn und Schöpfer, nicht von meinem Erlöser, denn ich habe Ihn nicht beleidigt und brauchte auch keine Erlösung; Erlöser war Er nur für die gefallene Menschheit.
Darum freut euch, meine Kinder, daß ich auch euer Schutzherr geworden bin. Alles, was ihr tut und tun müßt, hat in den Augen Gottes besonderen Wert, weil ihr den Auftrag Gottes habt, die Kirche zu unterstützen und die gefallenen Glieder herbeizuführen, zu leiden und zu sühnen, die Schwachen zu bestärken und zu ermutigen, den Glauben wieder aufzufrischen. Darum, meine Kinder, merkt euch: Alle, die herbeikommen und beitragen zu diesem Werk, sind ganz besonders meinem Schutz unterstellt. Aber eine Bedingung setze ich euch: Mit lebendigem Glauben müßt ihr eintreten für die Rechte der heiligen katholischen Kirche.
Auch du, meine Tochter, meine Schwester, du lebst in einer Stadt unter einem Volk, wo alles abgewichen ist vom rechten Weg, wo die Gottlosigkeit überhand genommen und zum Himmel um Rache schreit; denn alle deines Geschlechtes und Standes sind gottlos geworden, nicht, daß das männliche Geschlecht allein den Glauben über Bord geworfen, auch das Frauengeschlecht, das Geschlecht, von dem die Mutter des Erlösers abstammt, ist gottlos geworden. Sie glauben nicht mehr an einen Erlöser und an Seine heilige Mutter! Darum gehe hin, meine Tochter, und verkünde, was du gesehen und was du gehört: Daß die Welt zurückkehren muß zu dem heiligen katholischen Glauben, zu dem römischkatholischen Glauben. Zurück muß die Welt, und sie kommt zurück. Aber die Diener der heiligen katholischen Kirche müssen glauben, daß der Herr die Macht hat, mit Seinen Kindern zu verkehren, sie müssen glauben, daß Er ihnen zu Hilfe kommen will, daß Er bekräftigen will, was Er lehrt und lehren läßt durch Seine Diener in der heiligen, katholischen Kirche.
Die heilige katholische Kirche ist die Mutter der Wahrheit und alles, was in ihr niedergelegt ist, ist Gottes Wort, ist das, was der Sohn Gottes von Seinem Vater übersandt, in diese unwirtbare Erde hereingesendet, um das Volk Gottes zu belehren, das Volk, das abgewichen war vom rechten Weg, zurückzuführen. Und dieses Volk, das jetzt so sehr abgewichen ist vom rechten Weg, ist doch immer noch das einzige Volk Gottes. Allein alle, die da vorgeben, den rechten Glauben zu haben, die da vorgeben, Christus zu lehren, Christus zu predigen, den Glauben an Christus, alle, die nicht in der wahren katholischen Kirche, in der römisch-katholischen Kirche sich befinden, sind Irrlichter, sind lauter Geister der Finsternis.
Zwar sind diejenigen ausgenommen, die nicht wissen, was sie tun, weil sie so belehrt sind und von Kindesbeinen an nichts anderes gehört und gesehen haben, und die deshalb doch nicht verlorengehen. Nein, nein, ihr müßt nicht irre werden, verdammt werden sie nicht werden, aber, meine Kinder: Welch himmelweiter Unterschied zwischen einem katholischen Christen und einem Christen, der da einer anderen Religion angehört! Niemals werden diese jene Plätze einnehmen, die die abgefallenen Engel verloren haben. Dahin sind nur die Kinder der katholischen Kirche berufen. Die da einer anderen Kirche angehören, auch wenn sie noch so gut und brav und noch so rechtschaffen gelebt, können nie und niemals die Plätze einnehmen, die die gefallenen Engel verloren haben.
Dieses Licht besitzt nur die römisch-katholische Kirche, nicht aber die Irrgeister, die da vorgeben, die Kirche zu reformieren wie Luther, Calvin, und wie sie alle heißen, die da etwas herausgenommen von dem Licht, das der Sohn Gottes gebracht vom Himmel, und dieses Dämmerlicht ist längstens erloschen durch die Jahrhunderte, und man will nichts mehr wissen, als nur nach der Vernunft noch leben.
Darum, meine Kinder, o freuet euch, ihr Kinder der katholischen Kirche, die ihr dieses Licht besitzt; aber macht es euch auch zu Nutzen, laßt euch erleuchten von diesem Licht; laßt tief in eure Seele hineinschimmern das Licht des Glaubens, damit eure Umgebung sieht, daß ihr andere Menschen geworden seid, und helft, diesen Glauben verbreiten, diesen Glauben unterstützen durch gute Werke.
Ein großes Gottvertrauen verlangt der Herr von euch, daß ihr über all die Hindernisse hinweggeht, die euch in den Weg gelegt werden.
Und auch ihr, meine Schwestern, den ersten Schritt habt ihr getan, einen tieflebendigen Glauben. Aber, meine Tochter, ein Gottvertrauen habe ich dir erfleht, ein so großes Gottvertrauen, daß du in all den verwirrten Verhältnissen das Vertrauen bewahren wirst, und dieses wird dich zum Sieg führen. Geht hinaus in die Welt, meine Töchter, und wißt, daß ihr Kinder der streitenden Kirche seid, daß aber die triumphierende Kirche mit euch im Bunde steht, und daß es ein Hereinleuchten gibt von der triumphierenden Kirche in diese streitende Kirche.
Glaubt nur, daß ihr nicht allein steht, daß ihr im Kampfe sieget, ganz gewiß sieget, ihr alle, die ihr euch in Verbindung setzt mit meiner Kleinen hier. Ganz gewiß werdet ihr den guten Kampf kämpfen und siegen über all eure Feinde. Und macht die Wallfahrten recht innig und fromm: Denn damit will der Herr der Welt zeigen, daß der Glaube offen und frei bekannt sein muß, daß ihr nicht zurückschrecket vor dem Gespötte und Hohngelächter der Welt. Und daß all diejenigen, die sich euch anschließen, ihren Glauben offen und frei bekennen, indem sie sich nicht zurückschrecken lassen von dem Gespötte der Gottlosen. Seht, wie kleinlaut sie werden, wie das Gespötte abnimmt, weil sie sich sagen müssen: ‚Hier muß etwas anderes vorliegen’.
Seht, das ist es, was der Herr nur bekräftigen will. Deswegen schickt Er euch barfuß trotz der Kälte und des strömenden Regens. Freuet euch, meine Kinder, es wird euch nichts geschehen, kein Leid, wenn du auch ein offenes Bein hast und große Schmerzen leidest. Wenn es andere tun wollten aus Frechheit und Tollkühnheit, ihnen würde es freilich schaden; aber weil es der Herr von euch verlangt, wird es euch nicht schaden, im Gegenteil, ihr werdet gesund und kräftig werden. Geht hin bis Allerheiligen. Ich selbst werde euch mit dem ganzen himmlischen Heere begleiten und in die Lobgesänge mit einstimmen.
Ich bin nicht derjenige, der an die Pforte dieses Einganges gestellt ist. Da ist Eine andere hingestellt, das ist die Königin aller Engel und Heiligen. Ich kann nur die Seelen abholen, wenn ich den Auftrag von meiner Himmelskönigin erhalte. Seht, die leidende, die streitende und die triumphierende Kirche ist eine Gesellschaft, und über diese einzige Gesellschaft ist eine einzige Königin gesetzt. Dieses ist die Königin aller Engel und Heiligen, Maria; Maria, die Mutter Gottes des Erlösers. An Sie müßt ihr euch wenden im Monat Oktober, im Rosenkranzmonat. Da könnt ihr viel erlangen, weil dann die Königin des Himmels und der Erde so sehr verehrt und verherrlicht wird. Da bittet, meine Kinder!
Und nun lebt wohl und grüßt mir alle recht herzlich, die sich mit euch vereinigen.“

 

319 Fest des hl. Franziskus am 4. Oktober 1899       319

Franziskus: „Und als ich betete, hörte ich die Stimme in mir reden. Es war der gute Geist, mein Engel, durch den Gott zu mir sprach. Ich nutzte alles aus, was diese Stimme in mir redete. Selbst die Träume, die ich hatte, überlegte ich und nutzte sie aus, um ja auf gute Wege zu kommen. Und so ging es weiter, bis aus diesem stolzen Franz der arme, demütige Franziskus herausgewachsen ist. Da stand die Stadt Assisi staunend; sie rissen den Mund auf, so weit sie konnten, als wollte man mich verschlingen. Man rief mir zu: ‚Seht diesen Narren, was will der jetzt uns vormachen? Jetzt hat er die Welt in Hülle und Fülle genossen, jetzt ist er satt geworden, und nun will er wohl den Heiligen spielen’. So sagten die Frommen, die Bessergesinnten.

Wißt, meine Kinder, daß jeder Chor der Engel Heilige erzeugt. Alle neun Chöre der Engel haben großen Schaden gelitten; als Luzifer sich lostrennte von Gott, da schieden aus allen neun Chören der Engel solche aus, die sich an Luzifer anschlossen, und diese neun Chöre der Engel, diese entleerten Plätze müssen und werden ersetzt durch neun Klassen von Menschen, durch neun Abstufungen von Heiligen.
Es gibt Menschen, die ganz gewöhnlich leben, die aber ihre Pflicht treu erfüllen und deswegen gerettet werden. Diese kommen in den niederen Grad der Engel. Es gibt wieder andere, die zwar auch ein ganz gewöhnliches Christenleben führen, die aber aus Liebe zu Gott sich Opfer auferlegen, alles Gott zuliebe tun, ihre Leiden mit Geduld tragen. Diese kommen in den zweiten Chor der Engel.
Dann gibt es Seelen, die mehr tun wollen, als Gott dienen, ihre Pflicht erfüllen und Gutes tun, die auch noch in die Fußstapfen ihres Herrn eintreten wollen und darum sich an solche anschließen, die ihm schon vorausgeeilt sind, die in Seine Fußstapfen eingetreten waren. Diese sind jene, die in einen Orden eintreten, sei es in den Dritten Orden der in der Welt lebenden Christen oder in einen Ordensstand von der Welt abgeschiedener Christen. Diese haben noch den Begriff, nach Vollkommenheit zu streben und wollen Gott ähnlicher werden, den Heiligen ähnlich werden. Wenn diese ihren Beruf genau erfüllen, kommen sie wiederum einen Grad höher, in den vierten Chor der Engel. In jenen neunten Grad der Engel, wo N. sich befindet, kommen solche, welchen Standes sie auch sein mögen, die Gott über alles geliebt, die nach nichts gefragt auf Erden, als nur, wie sie Gott lieben und Ihm dienen könnten. Es kommt nicht darauf an, im Ordensstand oder Priesterstand zu leben oder in der Welt. Darauf kommt es an, wie eine Seele Gott liebt, wie eine Seele seraphisch Gott liebt. Die Seraphim und Cherubim sind diejenigen Engel, die das Angesicht Gottes schauen in allernächster Nähe.

 

332 Erster Freitag im Dezember 1899       332

Jesus:Meine Kinder! Es ist recht so, euch einzufinden an der Mir geliebten Stätte. Wißt, daß Ich, obwohl im stillen Tabernakel wohnend, die Herzen der Menschen erwartend, spähend Tag und Nacht, ob jemand komme, Mich zu besuchen, und Ich bereit bin, jeden aufzunehmen und in Meine Arme zu schließen, jedes Herz zu erleichtern, das zu Mir kommt, so wißt aber auch, daß Mir ebenso zumute ist wie euch; denn obwohl Ich als Gott im Allerheiligsten Altarsakrament wohne, bin Ich aber auch Mensch wie ihr; zwar nicht wie ihr mit Fleisch und Blut euch gegenwärtig und sichtbar, sichtbar euren Augen, aber den Engeln und Heiligen bin Ich sichtbar, geradeso wie ihr Mir.“

 

363 Fest Peter und Paul 1900       363

Jesus: „Als Ich den Menschen erschuf, da erschuf Ich das Paradies und der Mensch lebte in Unschuld dahin wie ein Kind. Er wußte nichts von Leiden, weil Ich ihn weniger vollkommen als die Engel erschuf, denn der Engel trägt nicht Fleisch und Blut. Er ist ein rein geistiges Wesen, wie Ich Selbst es bin, weil er erschaffen ist, um doch in Meiner allernächsten Nähe zu stehen. Weil Ich ein anderes Geschöpf erschaffen wollte, erschuf Ich erst das Weltall, dieses große Schöpfungsweltall, geht hinaus und schaut es euch an, ob da noch etwas fehlt an seiner Vollendung, ob da noch etwas zu tadeln ist, und dies alles legte Ich dir zu Füßen, o Mensch!

Du bist der König der Schöpfung, da hinein setzte Ich dich, und weil Ich den Menschen materiell erschuf, oder mit anderen Worten aus Erde und einem geistigen Wesen zusammensetzte und darum sein Leib der Erde zuneigt, wußte Ich voraus, daß er sinken und schwach sein werde, daß eine Stunde komme, wo er Meine Gebote nicht halten werde. Da war es schon, als Ich den Plan mit Meinem Vater und Meinem Geist beriet und gelegt und vor Meinen Vater trat und sagte: ‚Ja doch, erschaffen Wir den Menschen, obwohl Wir es wissen, daß er fällt. Siehe, Wir wollen unsere Liebe vervielfältigen!‘ Die Liebe ist etwas so Großes, daß sie sich vervielfältigen will. Nehmt euch selbst, wenn ihr liebt, dann treibt die Liebe euch an, euch zu vervielfältigen, daß ihr demjenigen, den ihr liebt, es beweist, daß ihr ihn liebt.
Seht, so liebten Wir Uns, Wir drei göttlichen Personen, daß Wir unsere Liebe vervielfältigen wollten. Deswegen erschufen Wir den Himmel mit den Engeln, und als Wir die Erde erschufen, da trat Ich vor Meinen Vater hin und sagte: ‚Ja, Vater, obwohl Wir wissen, daß dieses Wesen schwach wird, wollen Wir es doch erschaffen, Wir wollen recht oft diese Liebe vervielfältigen. Ich Selbst will hineinsteigen und den Menschen aus freien Stücken erlösen. Ich will ein Mensch werden und den Menschen zeigen, wie Ich ihn liebe, und den Engeln zeigen, wie Ich Meine Geschöpfe liebe.‘
Seht, da war der Augenblick gekommen, als Wir diesen Plan faßten und ihn Unserem Geschöpfe mitteilten, denn damals war noch kein Geschöpf als die Engel, die Meinen Thron umstanden und welche die Nächsten waren, die dieses mit anhörten. Da entstand der erste Streit und dieses Geschöpf schaute sich in seiner Vollkommenheit und in seinem Glanz, und es sagte sich: ‚Wir sollen einmal einen Menschen anbeten; diesem Plan huldigen wir nicht!‘ Und Luzifer trat vor die Schar hin und sagte ihnen: ‚Wer will mir folgen und es aufnehmen mit diesem Gott, der einen Plan uns vorlegt, daß Wir dereinst einen Menschen anbeten sollen? Diesen Gott in der zweiten Person sollen wir anbeten als Menschen, das wollen wir nicht, wir wollen nicht dienen!‘
Seht, das war die erste Sünde, und weil die Sünde geboren war schon im Himmel und der Engel herabgestürzt wurde, entstand von da an die Hölle. Und ehe die Welt erschaffen war, war schon die Hölle. Als Ich die Welt erschaffen hatte und Satan sich dieses Geschöpf, diesen Menschen ansah und der Zorn in ihm aufloderte, weil dieses Geschöpf so mit Mir wandelte in Unschuld und Heiligkeit und Gott mit ihm verkehrte, da wollte Satan Mir Meine Freude verderben, aus lauter Haß gegen Mich, seinen Schöpfer. Und so machte er sich an das schwache Geschöpf, an die Eva. Seht, Meine Kinder, daher kommt es nun, weil Ich doch Eva aus der Rippe des Mannes erschuf und sie die erste Verführerin des Mannes war, sie hat den Mann verführt, darum muß das Weib, solange die Welt steht, dem Mann unterworfen sein. Er soll ihr Herr sein, und die Frau soll ihm untertänig sein.
So entstand der Streit, habe Ich euch gesagt, als Ich die Pläne vorgelegt, die Ich faßte und die Meine Liebe geboren hat und nur Meine Liebe. Und alle diese Pläne scheinen jetzt vernichtet, weil die Menschen so gottlos sind in der Welt, weil jeder anfängt, sich seinen Gott überall zu schaffen. Durch die Vergnügungssucht wird das ganze Menschengeschlecht mit hineingezogen, und alles, was keimt im Menschen von Jugend auf, wird verdorben, denn die Christen, die getauft und von guten Eltern erzogen sind, haben den Glauben an einen Gott und eine Unsterblichkeit der Seele in sich, aber durch das leichtfertige Leben vieler haben sie wieder den Glauben über Bord geworfen und sich hineingeschwemmt in den Unglauben des Liberalismus und der Gottlosigkeit.

 

385 Fest der Unbefleckten Empfängnis 1900       385

Jesus: „Wenn sie auch mit Mir im Rate sitzen, so behalte Ich Mir doch die Unterwerfung unter Meinen göttlichen Willen vor. Als Ich den Himmel erschuf mit seinen Geschöpfen, da erschuf Ich sie gut, und als Ich die Welt erschuf mit dem König der Schöpfung, da war wieder alles gut. Und wenn du fragen wolltest: ‚Ja, Herr, warum ließest Du zu, daß diese Geschöpfe im Himmel und auf Erden böse wurden, da Du sie doch gut erschaffen?‘, so antworte Ich dir, weil sie alle wissen sollen, daß Ich der Herr bin, und daß sie Mir unterworfen sind, und daß Ich Mir das Eigentumsrecht nicht nehmen lassen will. Darum mußten alle, auch die Engel, die im Rate zugegen waren, als Ich den Plan faßte, den Menschen zu schaffen, zeigen, ob sie gewillt seien, sich Meinen Plänen zu unterwerfen. Und zwar tat Ich dies, weil Luzifer und ein großer Teil der Engel stolz war. In ihrer hohen Stellung wollten sie Mir gleich sein und nicht zugeben, daß noch ein Geschöpf neben ihnen existiere, dem sie sich unterwerfen müßten.

Die Engel mußten durch demütige Unterwerfung ihre Prüfung bestehen und der Mensch durch den Glauben. Darüber kann niemand hinweg, auch wenn er auf dem päpstlichen Stuhle sitzt. Allen zur Warnung, die so viel kritisieren über solche Geheimnisse: Die Vorgänge im Himmel, bevor Ich die Welt erschaffen habe, sind nur ein Vorbild für Meine heilige Kirche gewesen, die Ich auf Erden habe stiften wollen. Wie Ich dort Meinen Engeln nicht alles zu gleicher Zeit kundgetan habe, sondern nur nach und nach, um ihnen Gelegenheit zur Selbstprüfung zu geben und so ihren Willen Meinem Willen zu unterwerfen, so tue Ich in Meiner heiligen Kirche immer nach und nach, je nach Bedürfnis der Zeit und der Menschen, Meine Geheimnisse erschließen.“

 

401 Vierter Josefs-Mittwoch am 23. Januar 1901       401

Josef: „Bedenkt doch, wie mein Leben war. Auch mir teilte der liebe Gott nicht alles so klar mit, daß mir die Ängste erspart gewesen wären, sondern all Seine Befehle waren so eingerichtet, daß ich erst lange im Ungewissen war und kämpfen mußte mit mir. Wir hatten zur Geburt alles vorbereitet in Nazareth, und da hieß es, fort! Auch wir machten uns unsere Pläne, wie ihr Menschen auch; aber Gott durchkreuzte sie. In Ägypten war ich sehr im Finstern, und ich brauchte manches Trostwort von meiner heiligen Gemahlin, um auszuharren. Und als an mich der Befehl erging zurückzukehren, da nannte der Engel nur das Land und nicht die Stadt, und ich war unschlüssig und dachte, es wäre meinem Sohn am liebsten, in Bethlehem zu wohnen, wo er geboren war, aber meine Verwandten nahmen mich nicht auf, und ich wurde erst innerlich wieder ermahnt, in mein Haus nach Nazareth zu ziehen. Geht nur ruhig weiter, aber all eure Wünsche sollen sich auf das Wohlgefallen Gottes beziehen.“

 

404 Mariä Lichtmeß am 2. Februar 1901       404

Jesus: „Siehe, Wir haben die Welt erschaffen. Alles, die sichtbare und unsichtbare Schöpfung, hat der Vater nur erschaffen zu Seiner Verherrlichung, aber in Seiner unendlichen Liebe und Güte hat der Vater durch jede dieser Schöpfungen einer jeden der Drei Göttlichen Personen eine besondere Verherrlichung zuweisen wollen. Den Himmel bestimmte der Vater zur Verherrlichung Seiner Selbst. Im Himmel wollte Er nur Seine Liebe vervielfältigen und ausdehnen. Die Engel hat Er nur dafür erschaffen, Ihn zu lieben, zu verherrlichen, zu loben und zu preisen. Weil Ich ein gerechter Gott bin, so mußte Ich, um Meine Geschöpfe zu unterscheiden von Mir Selbst, denn Ich habe Mich in all Meinen Geschöpfen verähnlicht, vervielfältigt, und um Meine Autorität zu bewahren, Meine Geschöpfe eine Prüfung bestehen lassen. Auch die Engel mußten sie bestehen, und wer sie bestanden, der bereut es nicht. Weil der himmlische Vater den Menschen von der Erde genommen und wußte, daß er der Erde zuneigt und deshalb leichter sich versündigt als die Engel, gab Er ihm aber auch so große Verheißungen von der Menschwerdung Seines Sohnes. Aber obwohl Er von Ewigkeit her wußte, wie schwach der Mensch ist und wie viele sich von Ihm abwenden, so gab Ihm doch der Gedanke, daß Er Seinen Sohn in dieser Schöpfung verherrlichen wollte, den Ausschlag bei der Erschaffung des Menschen, das war Sein einziges Wohlgefallen.“

 

439 Am 12. Mai 1901       439

Maria: „Als Ich den Auftrag bekommen und Meine Einwilligung gegeben, da schien Sich Gott nicht mehr darum zu kümmern, wie Ich jetzt zurechtkomme. Ich mußte menschlich alles ertragen. Kein Mensch auf der Welt war darin weniger bevorzugt als Ich. Als der Engel kam und Mir den Auftrag brachte, da legte Ich ihm auch einige Zweifel dar. Der Engel beantwortete sie Mir, dann aber zweifelte Ich nicht mehr, sondern glaubte. Danach kam kein Engel mehr und sagte Mir: das verhält sich so und so, das mußt Du so ertragen. Selbst von dem allerwichtigsten Ereignis, wodurch das Leben Meines Sohnes gefährdet war, erfuhr Ich nichts bis zu Seinem Tod. Ich mußte nur im Glauben wandeln. Auch du hast keinen anderen Weg. Mein Sohn hat dich erwählt, um der Menschheit Seine göttliche Liebe und Barmherzigkeit zu offenbaren. Du mußtest Ihm erst deine Einwilligung geben. Jetzt mußt du dein ganzes Leben im Dunkeln wandeln. Sei zufrieden. Laß alles über dich ergehen, allen Spott und allen Hohn. Das ist der sicherste Beweis, daß es Gott ist, daß es so angefeindet wird.“

 

446 Fronleichnamsprozession 1901       446

Jesus: „Das ist die sinnliche Welt. Sie wälzen sich im Pfuhl der Leidenschaft und kein guter Gedanke kann an sie herankommen. Gibt aber einer seinem guten Engel nach, so kommt ein Verführer und stößt ihn wieder hinein.“

Michael: „Betet ihr jetzt an, anstatt derer, die den Herrn nicht anbeten wollen. Vernichte sie, o Herr, weil sie doch nicht tun, was sie sollen. Sie verweigern Dir ja die Anbetung!“

 

458 Am 4. August 1901       458

Jesus: „Ich gebe euch eine so schöne Reisegesellschaft mit, daß ihr euch freuen könnt: Den heiligen Thomas von Aquin und den heiligen Bonaventura und alle die Kirchenlehrer, die der Kirche so viel genutzt. Euer Weg ist derselbe wie der ihre. Durch eure Gebete und Sühnungsleiden sollt ihr der Kirche nützen, was diese durch ihre feurigen Worte genützt und ihre Schriften. Ihr sollt besonders beten um solche feurige Priester, die sich einsetzen für das Wohl der Kirche, die mit schneidendem Schwert die Rechte der Kirche verteidigen. Besonders in dieser Meinung und Absicht sollt ihr die Reise machen. Nicht nur eure heiligen Schutzengel werden euch begleiten, sondern alle die lieben Heiligen, die der Kirche in so schlimmen Zeiten, wie die eurigen gewesen sind, genützt haben, wie zum Beispiel die heilige Theresia.“

 

542 Am 4. Oktober 1902       542

Michael: „Glaubst du an eine Gemeinschaft der Heiligen?“

Barbara: „Ja, ich glaube!“

Michael: „Warum willst du aber den Weg nicht wandeln, den sie gewandelt sind? Nimm den Schild des Glaubens und bewaffne dich, wenn die Versuchung und Satan dich mutlos machen wollen. Hier hast du das Schwert. Streite, kämpfe mit der Waffe des Gebetes und laß dich nie mehr verwirren!“

 

561 Am 12. März 1903       561

Jesus: „Sooft ihr betet, vereinigt euch immer mit allen Mitgliedern des Liebesbundes und mit der streitenden, leidenden und triumphierenden Kirche. Diese sind die Erstgeborenen und ihr seid die Nachgeborenen und seid aufs innigste mit ihnen vereinigt, und jedes Ave Maria und jedes Vaterunser, was ihr in dieser Vereinigung betet, verbunden mit dem Himmel und der ganzen Welt, ist ein allmächtiges Gebet und zieht jedesmal eine große Gnade herab, einen neuen Zuwachs an Glorie für die ganze Ewigkeit und eine Gnade für sich und die ganze Welt. Freuet euch, wenn Ich euch abholen werde mit allen Engeln und Heiligen an der Goldenen Pforte. Jetzt habe Ich noch eure Krone in Händen, um sie beständig zu verschönern. Zwar begreift ihr Meine Verheißungen jetzt noch nicht. Ich habe euch auch glückliche Ostern versprochen, aber ihr versteht nicht die Tragweite Meiner Worte, weder die Höhe noch die Tiefe derselben.
So ist es mit allen Meinen Verheißungen, auch der, daß Ich euch bei eurem Tode abholen werde. Das unendliche Meer von Glorie und Glück, das euch erwartet, werdet ihr erst einsehen und schauen an der Pforte der Ewigkeit. Auch eure Feinde werden es noch einsehen, aber besonders bei ihrem Eintritt ins Jenseits. Dort werden sie erkennen, was sie getreten und zertreten haben.“

 

584 Am 24. Dezember 1903       584

Jesus: „Mit allem, was Ich auf der Welt tue und bezwecke, zwinge Ich den Menschen nicht direkt. Dafür ist er Mensch. Im Himmel bin Ich der Herr. Aber solange der Mensch auf Erden ist, tue Ich ihn zu nichts gebrauchen, bevor er Mir seinen Willen gegeben. Die Engel sind, weil sie die erste Prüfung bestanden, jetzt dieser Prüfung für immer enthoben. Zu dem Menschen sage Ich nicht wie zu dem Engel: ‚Jetzt gehe hin und tue das’. Erst muß Ich die Zustimmung des Menschen haben, weil Ich sonst gegen Meine göttliche Gerechtigkeit handeln würde. Wenn du nicht mit einverstanden bist, bleibe Ich zurück. Niemals habe Ich einen Heiligen belästigt ohne seine Zustimmung.“

 

585 Weihnachten 1903       585

Jesus: „Darum, ihr Kinder, es ist wahr, daß Ich den Menschen erschaffen habe zu Meiner Verherrlichung und Ehre. Es ist aber auch wahr, daß das ganze Leben des Menschen eine Prüfungszeit ist, während Meine ewige Weisheit von den Engeln nur einen einzigen Akt verlangte, eine einzige Prüfung. Eine kurze Zeit der Prüfung gab Sie dem Menschen, weil er minder erschaffen ist, weniger vollkommen als ein Engel, seine ganze Lebenszeit gab Sie ihm zur Prüfung hin. Ist dies zu viel verlangt, wenn Ich dann sage: ‚Ihr müßt, um den Himmel zu verdienen, den Weg gehen, den Ich Selbst gegangen bin’. Denn hätte der Mensch nicht gesündigt, dann hätte er diesen Weg nicht zu gehen brauchen. Aber der Mensch hat gesündigt, er hat die Prüfung nicht bestanden. Darum müssen alle, weil alle in Adam gesündigt, alle in Adam büßen, auch wenn es Meinen Dienern zu kleinlich vorkommt.“

 

602 Fest des hl. Josef am 19. März 1904       602

Josef: „Bedenket nur die Reden, welche die zwei Jünger, die mit dem Herrn nach Emmaus gingen, auf dem Wege wechselten: ‚Wir hofften, Dieser werde Israel erlösen; aber nun ist heute schon der dritte Tag und noch ist alles ruhig’. Seht, in diesen Reden findet ihr so recht den Unglauben, die Glaubenszweifel. Keine Spur von Vertrauen in diesen Jüngern. Dieses alles, meine Kinder, sollt ihr versinnbilden. Darum werdet nicht irre. Wer diesem Herrn nachfolgen soll und will, muß den Weg gehen, den Er gewandelt ist.

Darum harret aus, meine Kinder! Drüben, drüben habt ihr Freunde, die eure Zuschauer sind, die all eure Schritte zählen. Ihr habt, sooft ihr einen Wallfahrtsgang macht, hinter jeder von euch einen Engel gehen. Und mit euch wallfahrten meine heilige Gemahlin und ich, euer Beschützer, und unser göttlicher Pflegesohn, weil ihr jedesmal euch vereinigen sollt mit den Gängen, die Wir gemacht nach Jerusalem in den Tempel. Ihr seid hinausgeschickt in die Welt durch den Herrn Selbst. Ihr sollt die Völker wecken, und das habt ihr getan. Nun geht aber ruhig, sagt niemand davon. Wer sich anschließen will, kann es tun. Wer nicht, geht allein, aber immer in Gesellschaft mit Uns.“

 

603 Fest der Sieben Schmerzen, Mariä Verkündigung       603

Maria: „Meine Kinder! Ja, ihr habt alle Ursache, euch zu freuen. Heute ist ein Fest, das Mein ganzes Leben in sich einschließt, und das auch eure Aufgabe in sich einschließen soll. Heute feiert die Kirche das freudigste Fest, das bis dahin die Welt gefeiert, und sie feiert das größte Schmerzensfest Meines mütterlichen Herzens, das alle Leiden in sich einschließt. Heute wurde Mir die frohe Botschaft gebracht von einem der höchsten Engel, die vor dem Thron Gottes stehen, daß Mir die größte Gnade, die höchste Würde, die je einem sterblichen Geschöpf zuteil geworden sind, widerfahren sollte. Meine Kinder! Was liegt aber zwischen dieser Zeit, wo Ich als Jungfrau dort kniete in Meinem stillen Kämmerlein, nicht ahnend, nicht wissend, was mit diesem Gruß verbunden sei. Wohl ahnte Ich, weil Ich schon vor Meiner Geburt, von dem Tage Meiner Unbefleckten Empfängnis an, eine ganz himmlische Erleuchtung hatte, so daß Ich die Geheimnisse Gottes durchschaute, wie sie noch kein Geschöpf durchschaut hat. Doch blieb Mir manches verborgen, was der Herr Mir nicht offenbaren wollte, weil es mit Meiner Mutterwürde vereinbart war. Es sollte Mir dies verborgen bleiben, damit Mir das Verdienst des Glaubens bliebe. Hätte Mir der Herr schon damals, als Ich empfangen wurde im Schoße Meiner heiligen Mutter, der heiligen Anna, geoffenbart, daß Ich die Mutter Gottes werden solle dereinst, und daß Ich bestimmt sei, den Erlöser der Welt unter Meinem Herzen zu tragen, dann wäre Mir das Verdienst des Glaubens abgegangen, und Ich hätte Meine Verdienste nicht von Tag zu Tag vermehren können.
So aber, weil Ich nicht wußte, daß Ich Diejenige bin, Der das größte Glück zuteil werden soll, das je einem Sterblichen beschieden war, seufzte Ich Tag und Nacht mit all den frommen Israeliten hinauf zum Himmel: Tauet, Himmel, den Gerechten, Wolken regnet Ihn herab! Es tue sich auf die Erde und sprosse den Heiland! O wie hat der Himmel an diesem Gebete aus Meinem kindlichen Herzen, aus Meiner reinen Seele Sein Wohlgefallen gehabt. Welche Verdienste häufte Ich an.
Seht, Meine Kinder, wie groß das Glück ist, daß ihr doch wenigstens in einiger Entfernung mitfühlen dürft und aufzeichnen könnt, was Mein göttliches Kind auf Erden getan und gelitten hat für das arme, verlorene Menschengeschlecht. Darum freuet euch! Tragt das Kreuzlein, das Er in euer Herz hineingepflanzt, mit freudiger Geduld, mag es sein ein Splitter Seines Kreuzes in euren Gliedern, mag es sein ein spitziger Dorn, welcher da hineingestoßen ist in Sein verwundetes Gottesherz wegen des Undanks so vieler Seiner treulosen Söhne, die Ihn verlassen haben.
Ich sagte euch vorhin, Meine Kinder, daß Mich deswegen der Herr nicht alles schon mit dem ersten Gebrauch Meiner Vernunft durchschauen ließ, obwohl Ich viele, ja die meisten Seiner Geheimnisse durchschaute, wie je eine gläubige Seele geschaut hat, nur aus dem einen Grund, damit das Verdienst des Glaubens Mir bliebe. Daran müßt ihr aber auch erkennen, welch große Gnade der Glaube ist. Siehe, Meine Tochter, vor einiger Zeit zeigte dir der Herr nachts im Traum ein Bild. O ich bitte euch, Meine Kinder, beherziget dieses!“

 

638 Schutzengelfest am 4. September 1904       638

Jesus: „Bist du jetzt zufrieden? Nicht deinen heiligen Schutzengel schicke Ich, sondern Ich Selbst komme, damit du siehst, daß du nichts verloren hast, wenn du auch keine Kirche besuchen konntest.

Dieser Himmelsfürst ist um so viel höher über deinem gewöhnlichen Schutzengel, als die Werke Gottes höher stehen als die Werke der Menschen. Jetzt will Ich dir auch zeigen, wie Ich besorgt bin für alle diejenigen, die sich euch anschließen, und die Mich auf besondere Weise lieben wollen. Ich will das Werk nur deshalb, daß Ich mehr geliebt werde. Auch die Guten in der Welt leben so leichtsinnig dahin. Deshalb will Ich das Werk für die Welt haben, und glaubet nur, daß Ich es bin. Wohl gibt es feurige Priester und gute Klosterfrauen, aber was nutzt das für die Welt? Beispiele von Menschen in der Welt will Ich haben, und deshalb habe Ich den Liebesbund gegründet.
Deshalb sollt ihr mitten unter den Weltmenschen stehen, und in den vielen Gefahren müssen die einzelnen hie und da stehen und jedes in seinem Kreis wirken.
Das ist eine ganze Legion Engel, die Ich eigens zu eurem Dienste bestellt habe, es sind lauter höchste Engel, in die ihr eingeschlossen seid. Diese dienen euch, sie begleiten euch überall hin und halten die Mitglieder so zusammen und breiten ihre schützenden Fittiche über alle Liebesbundmitglieder, so daß jedes Glied, das sich anschließt, keine Freude mehr hat an der Welt. Das habe Ich so angeordnet und gemacht. Ihr aber sollt unbekümmert sein um alles andere.“

 

641 Am 19. September 1904       641

Jesus: „Deshalb sollte keiner denken, er wäre vollkommener als die in der Welt lebenden Christen. Vielmehr sollen sich alle miteinander vereinigen wie die ersten Christen, sich wechselseitig erbauen und belehren und aneifern und im Gebete vereinigen. Die treuen Seelen in der Welt müssen sich halten und stützen an den Ordensleuten und Priestern, und diese an den treuen Seelen in der Welt. Es muß Hand in Hand miteinander gehen, weil die Pestluft so ansteckend wirkt auf die guten Christen, daß Ich besondere Schutzgeister aufgestellt habe, um diese zu halten, daß sie nicht auch angesteckt werden von der Luft.

Ich will doch Mein Reich, wie Ich es Meinen Aposteln versprochen habe, nicht mehr untergehenlassen, solange die Welt steht. Und in der jetzigen Zeit ist es so wichtig, daß Ich den Menschen immer wieder neue und frische Anweisungen gebe.“

 

686 Fest der Kreuzauffindung 1905       686

Jesus: „Als der Erzengel Gabriel Meiner lieben Mutter das Geheimnis der Menschwerdung ankündigte, da war die Morgenröte der Gnade noch nicht aufgegangen. Meine liebe Mutter mußte deshalb schweigen, denn es hätte Sie niemand verstanden. Jetzt aber, wo Meine Gnadensonne die ganze Welt durchscheint bis in den letzten Winkel hinein, wo aber dieses Glaubenslicht am Erlöschen ist, ist es notwendig, dasselbe wieder anzufachen. Wenn Ich zu einer Seele rede, so rede Ich nicht allein zu ihr, sondern zu allen, um das Glaubenslicht wieder anzufachen.“

 

693 Großes Gebet in St. Ignaz am 3. Juli 1905       693

Jesus: „Wenn der Mensch sündenlos ist, frei von schwerer Sünde, führt er das Leben der Engel hier auf der Welt. Die Engel sind so eng mit euch verbunden, wie ihr selbst miteinander verbunden seid, weil ihr zugleich mit den Engeln aus Meiner Schöpferhand hervorgegangen seid, nur etwas geringer als die Engel.

Daher kommt es, daß auch die Engel, wie ihr Menschen, eines mit dem anderen leiden und des anderen Last tragen müßt, die Last und die Leiden mit euch teilen; denn die Engel lieben Mich mehr als die Menschen, bei denen immer noch fleischliche Liebe dabei ist. Sie kränken sich sehr, daß es Menschen gibt, die den Weg nicht gehen, den Ich ihnen vorgezeichnet, und so ihr Ziel verfehlen. Das ist ihnen ein so großer Schmerz, daß ihre Glückseligkeit dadurch getrübt ist. Das ist ihr einziges Leiden, obwohl sie unendlich glücklich sind, weil sie reine Geister sind und befreit von der Sünde. Weil sie jedoch eure Brüder sind, tut ihnen das Unglück von euch Menschen so weh, wenn sie sehen, daß die Menschen ihr Glück verderben durch die Sünde. So nehmen sie Anteil an eurem Leiden.
So ist es auch, wenn Ich den Gerechten auf der Welt Leiden schicke. Diese vertreten die Engel auf der Erde, sie sind Meine liebsten Kinder, und deshalb müssen sie mitfühlen, wenn Ich so sehr gekränkt werde.“

 

756 Weißer Sonntag am 22. April 1906       756

Jesus: „Glaube Mir, Ich habe heute an diesen Kindern eine solche Freude, daß Ich den Undank der ganzen Welt vergesse wegen ihres unschuldigen, unentweihten Herzens. Sie sind Mein Himmel auf Erden; denn von Ewigkeit her hatte Mein himmlischer Vater in Seinem Schöpfungsplan, als Er die zwei Klassen von Geschöpfen erschuf, die Ihm ähnlich sein sollten, Ihm dienen und Seinen Willen vollziehen sollten, nur solche unentweihten Seelen zu Seiner nächsten Umgebung bestimmt. Und weil jedes Geschöpf diese große Bevorzugung, nämlich dereinst Gott ähnlich zu sein, doch einigermaßen sich erst verdienen muß, hat jedes erschaffene Geschöpf eine Prüfungszeit zu bestehen. Da die Prüfungszeit derjenigen, die Seinen Hofstaat bilden, die Engel, von vielen nicht bestanden wurde, so habe Ich, der Sohn Gottes, als die zweite Klasse ihre Prüfung auch nicht bestanden und Ich aus Erbarmen Mensch geworden bin, Mir auch auf Erden, wo Ich wohne im Heiligsten Sakrament für alle Zeiten, solange die Welt besteht, Meinen Hofstaat bilden wollen, der jenem im Himmel ähnlich sein soll. Dieser Mein Hofstaat sind aber jungfräuliche Seelen.“

 

838 Am 4. Juni 1907       838

Jesus: „Eure Kreuze sind doch nur Kleinigkeiten gegenüber dem überschwenglichen Lohn, den ihr damit verdient. Denn Ich habe die Engel wie die Menschen Mir ähnlich erschaffen, daß sie teilnehmen sollen an Meiner Herrlichkeit. Den Engel habe Ich wegen seiner Untreue sofort furchtbar gestraft, dem Menschen aber die ganze Lebenszeit Bedenkzeit gegeben. Da muß nun Meine Gerechtigkeit sich ausgleichen. Satan muß sehen, wie Ich es zulasse, daß die ganze Lebenszeit des Menschen er sich abplagen muß, und daß sein ganzes Leben eine Prüfungszeit ist. Er muß sich schämen, wenn er sieht, wie der Mensch die lange Prüfung übersteht, während er, der hohe, mächtige Geist gegenüber dem armen Menschen, eine kleine Prüfung nicht bestanden hat.“

 

878 St. Michaelis-Fest am 29. September 1907       878

Michael: „Gehe ruhig weiter, du bist nicht verlassen. Alles, was in dir gewirkt wird, ist Wahrheit und hat seine wichtige Bedeutung. Der liebe Gott wollte das mit dir durchführen und hat alles zum Sieg geführt. Habt ihr nicht genug Beweise? Ihr habt den Höchsten zum Seelenführer. Er sagt das alles, was sie nicht anerkennen, weil sie sich nicht demütigen wollen, um der Wahrheit Zeugnis zu geben. Deshalb tut es der Papst, daß sie alle miteinander sich schämen müssen. Es ist jetzt die Zeit gekommen, wo sie die Erscheinung sehen und erwägen können, die dir Weihnachten 1900 gezeigt worden ist, wo das kleine Kind das kleine Häuflein der wahren Christen versinnbildlichte. Damals hat niemand ahnen können, daß auch viele Katholiken und Priester unter den Feinden stehen, die keine Christen mehr sind. Deshalb hat dir der Herr das kleine Häuflein gezeigt. Das sind nur diejenigen, die Muttergotteskinder sind, die Maria recht verehren und sich unter Ihren Schutzmantel flüchten. Darunter ist der Liebesbund. Deshalb hat der Herr immer gesagt, alle sollen eintreten in den Liebesbund, weil kein Mensch mehr ausgeschlossen ist vom Modernismus und Unglauben der Zeit.
Mit der einzigen Erscheinung hat der Herr die ganze Zeit ausgedrückt. Du hast mich gesehen mit gezücktem Schwert, weil ich die Schutzherrschaft habe über die Kirche, und wer mit mir kämpft, der ist gerettet. Ich bin derjenige, der den Kampf im Himmel geführt. Mit den wenigen Getreuen werde ich den Sieg erkämpfen. Durch all die Schriften und alles, was mit meinem Beistand hinausgekommen ist, habt ihr es durchgeführt. Es wird durchgehen; ihr werdet euch freuen. Es geht nicht anders als durch Verachtung.“

 

909 Mariä Himmelfahrt am 15. August 1908       909

Barbara: Meine Seele wurde vom Herrn in einen Saal geführt, der festlich geschmückt aussah. Viele Engel, und unter diesen der heilige Erzengel Michael, waren zugegen. Aus dem Hintergrunde dieses Saales trat ein Priester hervor, an seiner rechten Seite ging die hehre Himmelskönigin und so festlich geschmückt, mit solcher Hoheit und Majestät, daß der Priester wie tief beschämt über das unverdiente Glück neben Ihr einherging. Ich durfte von Ferne zuschauen, wie auf der rechten Seite der heilige Franziskus neben dem Priester, zur Linken die heilige Elisabeth neben der lieben Mutter Gottes gingen, bis vor einen Thron, der aussah wie in unseren Kirchen der Hochaltar. Auf diesem saßen die Drei Göttlichen Personen. Alles war in großer Erwartung unter den heiligen Engeln. Nur der heilige Erzengel Michael war sehr beschäftigt, wie wenn noch allerlei zu befehlen und zu vollziehen sei.
Da traten die beiden Heiligen, Franziskus und Elisabeth, vor die Heiligste Dreifaltigkeit und trugen eine Bitte vor. Und es war, als ob die Bitte mit Wohlgefallen sei angenommen worden. Der himmlische Vater stand auf und betrachtete mit Wohlgefallen die liebe Mutter Gottes und sagte zu dem Priester:

Himmlischer Vater: „Sei gesegnet, Mein Sohn, für deinen kindlichen, demütigen Glauben. Reiche Mir deinen Finger her!“ Der Priester tat es und der himmlische Vater steckte Selbst den Ring an den Finger des Priesters und sagte:

Himmlischer Vater: „Von nun an sollst du nicht mehr darben, denn wenn du in Not geraten solltest, komme nur zu Mir und erinnere Mich daran, daß du Meine geliebte Tochter zur Braut genommen.“ Der göttliche Sohn stand auf und sagte zu dem Priester:

Jesus: „Wenn du in Verlegenheit bist wegen deiner vielen Untreuen, die du schon begangen und täglich aufs neue begehen wirst, dann wende dich an deine Braut und schicke Sie zu Mir. Du wirst dich alsogleich beruhigt fühlen, denn der Sohn kann Seiner Mutter nichts abschlagen. Ich stehe ja in eurer Mitte.“ Der Heilige Geist wandte Sich an den Priester und sagte:

Heiliger Geist: „Siehe Mein Sohn, Ich übergebe dir Meine geliebte Braut. Sei du Mein sichtbarer Stellvertreter und der Schutz- und Pflegevater aller Kinder der katholischen Kirche, die Ich unter deiner Leitung führen werde. Wenn das geistige Brot dir ausgehen sollte und du nicht mehr weißt, was du deinen Kindern vorsetzen sollst, dann komme zu Mir; Ich will dir dann die Türe Meines Speichers öffnen, und du sollst für jedes deiner Kinder Nahrung, Kraft und Stärke erhalten. In allem, was dir unklar ist und dir die richtige Erkenntnis fehlt, komme zu Mir, und du sollst sehen, welchen Gewinn du für dich und andere aus der geistigen Vermählung mit dieser Meiner geliebten Braut schöpfen wirst.“

Die heiligen Engel stimmten einen Lobgesang an die Himmelskönigin an, und ich war so entzückt von dem herrlichen Schauspiel, daß ich nicht zu mir kam. Das Hochamt hatte schon begonnen, ja selbst während der Predigt war meine Seele noch ganz abwesend. Bei der heiligen Wandlung sah ich den Priester noch einmal; er war allein. Der heilige Erzengel Michael gab Befehl, worauf einige Engel ihm verschiedene Gegenstände brachten. Michael fing an, dem Priester eine neue Kleidung anzulegen. Das erste Kleidungsstück war ein weißer Gürtel. Als er diesen anlegte, sagte er:

Michael: „Nimm hin das Band jungfräulicher Reinheit und Keuschheit, damit du immerdar gefallen mögest deiner allerreinsten Braut.“ Das zweite Kleidungsstück war ein Panzer. Als Michael diesen anlegte, sagte er:

Michael: „Nimm hin den Panzer der Gerechtigkeit und ritterlichen Treue. Kämpfe jederzeit mit Mut und Tapferkeit gegen die Schwächen deiner eigenen Natur, damit du als ein würdiger Streiter Christi gefunden werdest.“ Das dritte Kleidungsstück war ein Helm. Als Michael diesen auf das Haupt des Priesters setzte, sagte er:

Michael: „Erinnere dich an diesen Helm, wenn böse Gedanken deinen Verstand umdunkeln wollen und du deinen Kopf mißbrauchen willst zu stolzen hochfahrenden Gedanken, dann drücke den Helm der heiligen Einfalt recht tief in dein Haupt, denn du bist bestimmt, ein großer Streiter Gottes für Seine Ehre und zum Segen der Menschheit zu werden.“

 

914 In Mainz am 26. Oktober 1908       914

Jesus: „Alle Priester, die dieses Gelöbnis mit Meiner Mutter ablegen, sollen vieler Gnaden und Vorzüge teilhaftig werden. Zu den Schutzgeistern, die jedes Menschenkind bei seinem Eintritt ins Leben erhält, soll der Priester, der dieses Gelübde macht, einen zweiten Schutzengel erhalten, und zwar aus dem Chor jener Engel, dem der heilige Erzengel Gabriel angehört. Der Priester, der es annimmt, wird von einem tieflebendigen Glauben beseelt sein und von einer tiefbegründeten Demut erfüllt werden, die ihn, seine eigene Schwäche erkennend, antreibt, alle seine Unternehmungen und Berufsarbeiten der Beihilfe höherer Kräfte und übernatürlicher Hilfe zuzuschreiben. Er bleibt vor Stolz bewahrt, wenn sein Wirken Erfolg hat. Er bleibt aber auch ebenso ruhig, wenn er keinen Erfolg sieht, denn der Blick auf seine himmlische Umgebung läßt seine Demut nicht ins Wanken geraten.“

 

1044 Am 21. November 1915 (Heiliger Krieg)       1044

Jesus: „Wenn Ich heute den Weltkrieg überblicke, was muß Ich da aus Meinem liebenden Herzen Meinen geliebten Kriegern zurufen? O ja, Ich möchte ihnen sagen, daß sie ihr Herz in rückhaltlosem Opfermut Mir, ihrem göttlichen Meister, weihen sollen, wie einst Meine himmlische Mutter Gott Sich aufgeopfert hat. O liebe Krieger, so möchte Ich allen zurufen, von heute an ist es ein heiliger Krieg, immer näher tritt die Entscheidung, und Michael mit seinen Heerscharen, er verteidigt mit aller Kraft die Rechte Meines auserwählten Volkes. Ja, groß ist jetzt die Aufgabe, denn der Sieg wird von jenem Land ausgehen, wo schon einmal die toten Götzen vor Mir niedergestürzt sind. Am meisten erbarmt Mich jenes Volk, das sich so treulos an Meinem auserwählten Volk vergangen hat, und das bisher den Sitz Meines Stellvertreters sein eigen nannte. Doch alles wird diesem so schnöde verführten Volke genommen werden, und furchtbare Geißeln hat Mein Vater zur Züchtigung bereit. Kein Stein wird in manchen Orten auf dem anderen gelassen werden und furchtbar wird sich dieser Treubruch rächen. Und auch die anderen Länder, die nur von eitler Gier und Habsucht angetrieben wurden, auch sie werden es mit ewiger Verblendung büßen. Denn alle Völker, die nicht Meinen Geist annehmen, sie werde Ich mit furchtbaren Strafen heimsuchen. Und doch, selbst über alle diese Völker erbarmt sich Mein liebendes Herz; denn für alle bin Ich am Stamm des heiligen Kreuzes gestorben.“

 

1045 Am 26. November 1915 (Liebesbund)       1045

Jesus: „Ja, Mein allerbarmendes Erlöserherz schaut mit Erbarmen dem Treiben dieser armen, von blindem Wahn verblendeten Völker zu, die der Geist der Finsternis gefangen hält, und die immer mehr der Verstocktheit anheimfallen. Gleich einer Sündflut schmachtet die Menschheit in den Banden der eitlen Weltlust und Meine warnende Hirtenstimme, die Ich über diese schuldbeladene Erde rufe, sie verhallt inmitten des Jagens nach eitlem Götzentum, und darum habe Ich Meine Getreuen eingeladen zu einem neuen Bund Meines göttlichen Herzens, den Ich zum letzten Mal schließen will, bevor jener große Tag erscheint, wo der Erdball erzittern wird und das Weltenende kommt. Ja, jetzt will Ich einen Bund schließen und glücklich jene, welche sich zu diesem Bunde bekennen. Ich will sie einführen in die Arche Meines Herzens. Einen Tempel des Friedens habe Ich gewünscht, in den diejenigen einziehen, die ganz nach Meinem Willen handeln. Ja, aber ach, wie furchtbar rütteln die Pforten der Hölle an diesem Tempel, und doch sage Ich heute ganz entschieden, daß alle, welche nicht den Bau dieser Arche Meines göttlichen Herzens befördern, furchtbar heimgesucht werden. Sechs Zornesengel stehen bereit. Diese werden, einer nach dem andern, die Erde heimsuchen und furchtbares Wehklagen wird den Erdkreis erfüllen. Alle aber, welche bereits sich mit ganzem Herzen zu Meinem göttlichen Herzen bekennen, werde Ich wunderbar von vielen Plagen verschonen. Wenn dann die bisher so blinde Menschheit wird einsehen, daß nur in Meiner heiligen Eucharistie wahres Heil zu finden ist, dann erst wird Meine Arche das Fest des wahren Friedens sehen. Ja, dann werden Meine wahren Anhänger sich versammeln, um Mein hochheiliges Sakrament zu verehren, und ein Band der Liebe wird dann Meine Getreuen vereinen. Dann werde Ich ausgießen Meinen Geist über alles Fleisch und herrliches, übernatürliches Leben wird erstehen und mit Freuden werden dann alle schöpfen aus dem Wunderquell des eucharistischen Lebensquells.“

 

1048 Namen-Jesus-Fest am 16. Januar 1916       1048

Jesus: „Heute, Meine liebe, teure Braut, ist ein herrlicher Tag angebrochen, denn nach einer schweren und großen Leidenszeit kann Ich heute in Wahrheit voll und ganz dich Mein eigen nennen, und du wirst von heute an nur vollständig durch Meinen Geist belebt werden. Der düstere Engel des Todes stand mehrere Tage an deinem Schmerzensbette, und sein Hauch hatte dich bereits getroffen. Allein Ich, der Herr über Leben und Tod, habe nun deinen Atem neu belebt, und nun wird dein Leben nur ein Wunder Meiner Gnade sein. Immer schwerer wird nun die Zeit der Heimsuchung werden, und wenn der Kriegsengel sein blutiges Schwert in die Scheide stecken wird, dann werden neue, noch rätselhaftere Zeichen auf Erden erscheinen, die der zweite Zornesengel verbreiten wird, diese so wenig faßlichen Zeichen der Zeit. Ich muß sie Meinen Auserwählten erklären, und um Mich ihnen kundzutun, habe Ich Mir dich als armes, unscheinbares Werkzeug erwählt.“

 

1054 Herz-Jesu-Freitag am 4. Februar 1916       1054

Jesus: „Immer dunkler werden die Wolken, die den Himmel von der Erde trennen, und der Zorn Gottes, ach, er wird sich nun in vollem Grade noch in dieser letzten Periode des Weltkrieges entladen. Der Kriegsengel, ach wie gewaltig hat er schon sein Schwert geschwungen, aber nun wird es noch blutiger gefärbt, und ach, so manches junge Menschenleben muß nun im Tode enden.

Die vielen irdischen, ach so ganz irdischen Hoffnungen und Pläne, Ich muß sie zerstören, denn soll wahres Leben, gegründet auf Meinem Geist, erstehen, dann muß Ich so mit diesem so widerspenstigen Geschlecht verfahren. O arme, sündige Menschheit, erkennst du gar nicht diese furchtbare Strafe Gottes? Wie blutet Mein Herz bei dem Gedanken, wenn Ich bedenke, daß Meine Auserwählten mit den Gottlosen büßen müssen, doch Ich schütze sie wunderbar und werde sie durch den oftmaligen würdigen Empfang Meiner heiligen Kommunion stark machen, in diesen furchtbaren Gefahren und Heimsuchungen zu bestehen.“

 

1056 Am 14. Februar 1916       1056

Jesus: „Ja, noch nie, seit Ich im heiligen Geheimnis weile, habe Ich mehr gelitten als jetzt und deshalb, weil es keine Christen sind, sondern Menschen, und zwar Menschen, die sich noch Meines Namens zu rühmen sich nicht schämen und doch keine Spur weder in Gedanken noch im Herzen tragen, welche Meinen Geist tragen.

O was leide Ich unter diesen Namens-Christen! Welche Marter bereiten sie Meinem Herzen. Du, liebe Braut Meines heiligsten Sakramentes, kannst mit Mir fühlen, denn auch du leidest unendlich, wenn du unter den Menschen und nicht unter wahren Christen weilst. Nun aber dämmert jene selige Zeit schon herauf, wo der endgültige Sieg der Kirche erscheint und die letzten Christen wieder ein Herz und eine Seele sein sollen.
Gleich einem Gemisch von Teufeln und Engeln erscheint Mir jetzt Meine geliebte Kirche auf Erden, und nun will Ich Meine wahren Kinder Meiner Kirche um Mich scharen und Meiner Kirche die Freiheit geben, dann muß Ich dieses Mal Selbst ins Schifflein steigen und dieselben retten. Ja, nun muß Ich Selbst im Innern der Kirche vieles umstoßen, was der Zeitgeist vergiftet hat, und wie viele wissenschaftliche Kenntnisse sehe Ich, die den Geist und das wahre innere Leben vollständig verbaut haben. Wenn nun nach dem politischen Weltkrieg der religiöse Krieg anbricht, dann liebe Braut, dann beginnt deine wichtige Aufgabe, Meine heiligen Aufträge den höchsten kirchlichen und staatlichen Instanzen zu überbringen. Ja, eine solche Zerstörung hat die Kirche noch nie erlitten, und noch nie hat die Hölle eine solche Macht über sie gehabt. Doch je furchtbarer der Kampf, desto glorreicher der Sieg.
Doch diesem Kampf der verschiedenen Religionen, der ein ähnliches Ringen des jetzigen Weltkrieges trägt, kann nur ein gewaltiges Eingreifen der sechs Zornesengel ein Ende machen, denn sonst wäre es unmöglich, daß Meine heilige Kirche siegen würde. Ja, der Allmächtige Gott wird ein furchtbares Ende machen, und zwar werden die Naturgewalten alle menschlichen Pläne vernichten.
Ja, nur auf diese Weise kann Mein eucharistischer Heilsplan zu Ende geführt werden, und du wirst noch staunen über die Geheimnisse, die denselben begleiten.“

 

Sakramentskirche in Schippach

Jesus zu Barbara Weigand am 12. Januar 1919
Nicht eher wird der volle Friede einziehen, bis auf der Kuppel der Sakramentskirche die goldene Monstranz erglänzt ...
Die Sakramentskirche muss gebaut werden.

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MEIN LEBEN FÜR GOTT
„Darum wurde ich vom Herrn aufgefordert niederzu-schreiben, wie solche Ungerechtigkeiten vom lieben Gott bestraft werden“.

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„Wer es fassen kann,
der fasse es.“

 

Bücher PDF Datei

Leben für GOTT und sein Reich
Barbara Weigand im Urteil von Bischöfen und Priestern
Lebensbeschreibung Barbara Weigand
Tabernakel-Ehrenwache
Leibgarde Jesu Christi
Gebetsarmee Gottes - Eucharistischer Liebesbund
Tabernakel-Heiligster Ort der Kirche
In der Nachfolge des Kreuzes
Wo bleibe ICH nun, euer HERR und GOTT?
Die Wahrheit -Verteidigungsschrift
Leben für GOTT und sein Reich 2. Aufl.
DER AUFTRAG: Gegen das vergessen

 

  Offenbarungen
Band 1-7
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Wolfgang E. Bastian

Zum 72. Todestag von Barbara Weigand:
Rundbrief zum 72. Todestag
Rundbrief zum 70. Todestag
Rundbrief 29.09.2014

 

  Diese Webseite steht unter dem Patronat der Muttergottes: Königin des Weltalls und Königin der Armen Seelen. Alle Gnaden dieser Webseite seien den Armen Seelen im Fegefeuer zugewendet.

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